Die Welt im Würgegriff….

…von Corona.

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) hatte in der Stadt Wuhan, China, Anfang Januar seinen Ursprung. Doch inzwischen breitet sich das neuartige Virus weiter aus – weltweit. Die durch das Virus ausgelöste Lungenerkrankung wird nun Covid-19 genannt.

Die John Hopkins Universität sammelt die Daten und veröffentlicht sie fast stündlich neu. Heute, also am 02.04.2020, sind fast 1 Million Infizierte gezählt worden und die Zahlen schnellen rapide in die Höhe, leider auch was die Anzahl des Todesopfer angeht. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist, was bestimmt auch daran liegt, dass einige Staaten die Zahlen nicht korrekt weiter geben:

 

Während zum Beispiel in ganz Spanien – also auch auf den Kanarischen Inseln – seit dem 15.03.2020 ein Ausgangsverbot angeordnet wurde, hat man in Deutschland ein Kontaktverbot bzw. Ausgangssperre, de nach Bundesland, erlassen.    

In Bayern wurde eine Ausgangssperre angeordnet. Unter einer Ausgangssperre versteht man das Verbot, bestimmte Straßen oder Plätze zu betreten. Auch ein Ausgehverbot fällt darunter. Das bedeutet, dass das eigene Haus oder die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden darf.

In der Regel bedeutet das für die Bürger, dass sie ihr Zuhause nur noch für wichtige Erledigungen, für den Weg zur Arbeit oder einem Arztbesuch verlassen dürfen. Wichtige Erledigungen für den Bedarf des täglichen Lebens, Lebensmitteleinkäufe, sowie Besuche von Filialen der Deutschen Post und der Banken, Apothekengänge oder die Fahrt zur Tankstelle sind erlaubt.

In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung ein Kontaktverbot erlassen. In dieser Übersicht folgen die einzelnen Punkte:

  • Nicht mehr als 2 Personen: Alle Ansammlungen ab drei Personen in der Öffentlichkeit sind verboten. Ausgenommen sind Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen – sie dürfen weiterhin gemeinsam unterwegs sein.
  • Rausgehen: Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.
  • Kliniken und Pflegeheime: Besuche in stationären Pflegeheimen und Krankenhäusern sind grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Die Einrichtungsleitungen sollen Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen nur zulassen, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist. Das gilt etwa auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten.
  • Gastronomie: Alle Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Mensen, Kantinen müssen schließen. Lieferservice und Außer-Haus-Verkauf sind zulässig, wenn Mindestabstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.
  • Handwerk: Handwerker können ihrer Tätigkeit mit Schutzvorkehrungen weiterhin nachgehen. Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern ist im Geschäft aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt. Ausgenommen ist notwendiges Zubehör.
  • Dienstleistungen: Friseure, Nagelstudios, Tätowierer und Massagesalons müssen schließen, weil bei ihnen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann. Physio- und Ergotherapeuten dürfen weiter arbeiten, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen getroffen werden.
  • Handel: Bau- und Gartenbaumärkte dürfen Gewerbetreibende und Handwerker weiter versorgen. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn Infektionsschutz-Vorkehrungen getroffen sind (Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal). Das gilt auch für Floristik-Betriebe.
  • Gottesdienste und Beerdigungen: Gottesdienste dürfen nicht abgehalten werden. Kirchen, Islam-Verbände und jüdische Verbände haben entsprechende Erklärungen abgegeben. Zulässig sind Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familien- und Freundeskreis.
  • Bibliotheken: Zugang zu Bibliotheken ist nur unter strengen Vorkehrungen gestattet: Besucher müssen registriert werden, die Besucherzahl wird reglementiert, Mindestabstände zwischen Lese- und Arbeitsplätzen von zwei Metern sind einzuhalten.

Uschi und ich halten uns nun seit exakt 2 Wochen an das Kontaktverbot: es gibt keine Besuche von Kindern, Enkelkindern, Freunde, Nachbarn… niemand kommt zu uns. Selbst der Paketbote klingelt und stellt das Päckchen vor die Haustüre und quittiert die Ablieferung selbst.

Wir verlassen das Haus nur zum Spazierengehen oder Einkaufen. Oder zum Fahrradfahren. Aber immer nur zu zweit. Und kommt uns jemand entgegen, dann machen wir einen weiten Bogen um ihn herum.  

Wir haben alle regelmäßigen Kontroll-Untersuchungen bei den Ärzten abgesagt und auch alle Reisepläne vorerst ganz unten in die Schublade gelegt. 

 

Die Bundesregierung hat nun die Kontaktsperre bis zum 19.04.2020 verlängert. Es ist zu vermuten, dass dieser Termin nochmals herausgeschoben wird. Warten wir es ab.

Ich bin aber sicher, dass trotz der dramatischen Umstände – dramatisch hinsichtlich der Todesopfer und der Weltwirtschaft – es in einigen Monaten aufwärts gehen wird….

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