Epidauros und Palea Epidauros

Es ist ein Höhepunkt jeder Peloponnes – mehr noch – jeder Griechenlandreise. Das 2.300 Jahre alte Theater – es fasst 14.000 Zuschauer – ist das am besten erhaltene in ganz Griechenland. Jeden Sommer erwacht es während des Theatervestivals zu neuem Leben. Epidauros liegt rund 30 km von Nafplion entfernt.

Hier wurde Asklepios, der Gott der Heilkunde, verehrt. Viele Jahrhunderte war der Ort religiöses Zentrum und Kurort. Es gab Tempel, Krankenhäuser, Vergnügungsstätten, Hotels und Thermen. Den Gästen fehlte es also damals an nichts 🙂

Wir fuhren weiter und entdeckten zufällig von einer höher gelegenen Küstenstraße einen Ort mit einer schönen Bucht: Palea Epidauros.

Dort fuhren wir hin und konnten am Ende der Bucht eine längere Pause einlegen. Ein Wohnmobil stand schon dort und der Besitzer sagte uns, dass er bereits die letzte Nacht dort übernachtet hatte und die Polizei sei am Vorabend freundlich winkend vorbei gefahren.

Der Ort ist klein, hat einen ebenso kleinen Hafen, und eine schöne Kirche:

Wir machten einen Rundgang durch den Ort, besorgten uns in einem Geschäft noch dies und das und liessen uns gemütlich in einem Café nieder. Palea hat schon bessere Zeiten gesehen, denn viele Häuser sind unbewohnt, verfallen oder stark renovierungsbedürftig. Aber es gibt auch nette Häuser und auch ein paar nette Tavernen.

Gegen 18 Uhr kam Hektik auf: nach uns hatten noch weitere 5 Wohnmobile ihr Quartier aufgeschlagen und die Polizei war dabei, Strafzettel zu verteilen. An unserer Windschutzscheibe hing ebenfalls ein roter Zettel. Lesen konnten wir gar nichts, nur den Betrag: 300 EUR, alles andere war ja in Griechisch. Ich fragte den Polizisten, was ich falsch gemacht hätte. Wir hatten beim Verlassen unserer Kuschelkiste keinen Tisch und Stühle vor dem Fahrzeug herausgestellt, keine Markiese oder Antenne ausgefahren oder sonst etwas gemacht, was auf typisches „Camping“ hingewiesen hätte. Ich habe lediglich wegen der leicht abschüssigen Asphaltdecke vor den Vorderreifen zur Sicherung Keile gelegt. Der sehr unfreundliche Polizist sagte mir, alleine das wäre schon „Camping“ und Camping sei hier verboten. Unsere Freunde Biggi und Klaus konnten zuvor den Polizist davon überzeugen, dass sie lediglich geparkt und die Zeit für einen Besuch des antiken Theaters genutzt hätten. Nach einigen Diskussionen meinte er zu ihnen: weg weg weg hier….und ließ sie ohne Strafzettel fahren. Andere Wohnmobilfahrer zahlten wohl zähneknirschend… Wir zahlten nicht, sind abgefahren und wollen abwarten, was passiert.

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