Erdnussöl

In ganz Asien und auch in den USA steht in jeder Küche eine Flasche davon – nur bei uns in Deutschland kennt noch immer kaum jemand Erdnussöl. Das ist schade, denn speziell aus Kaltpressung kann Erdnussöl uns kulinarische Aha-Erlebnisse verschaffen. Erdnussöl, man ahnt es sicher schon, wird tatsächlich aus Erdnüssen hergestellt – die botanisch übrigens nicht zu den Nüssen, sondern zu den mit rund 45 Prozent sehr fettreichen Hülsenfrüchten gehören. Bevor die Früchte in die Ölpresse wandern, lässt man sie nach der Ernte etwa zwei bis drei Wochen trocknen, damit sich ihr Wassergehalt von circa 40 Prozent auf maximal 7 Prozent verringert und der Fettanteil entsprechend überwiegt. Anschließend werden bei raffiniertem Erdnussöl die Erdnüsse geschält, geröstet, gepresst und unter Zusatz von Hitze gepresst. Zum Schluss wird das Öl noch durch Filterung von Trübstoffen und anderen eventuell übrigen unerwünschten Anteilen befreit und abgefüllt. Bei der Kaltpressung von nativem Erdnussöl verzichtet man auf die meisten dieser Arbeitsschritte, nur geschält werden die Früchte natürlich.

 

Quelle: https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/fette/erdnussoel

Erdnussöl…

  • liefert wichtige Fettsäuren:
    Mit rund 50 Prozent einfach ungesättigten und etwa 30 Prozent mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann Erdnussöl dazu beitragen, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel in eine gesunde Balance zu bringen.
  • enthält viel Ölsäure:
    Bis zu 70 Prozent Ölsäure kann Erdnussöl je nach Anbaugebiet der Samen enthalten – das ist außergewöhnlich viel. Die Ölsäure zählt zu den einfach ungesättigten Fettsäuren und wird von Medizinern als besonders günstig für Herz und Gefäße gelobt.
  • verträgt starke Hitze:
    Mit seinem hohen Rauchpunkt von rund 230 Grad Celsius eignet sich raffiniertes Erdnussöl perfekt zum Braten, Kochen, Grillen und Frittieren. Natives beziehungsweise kalt gepresstes Erdnussöl verbrennt aber bereits bei etwa 160 Grad Celsius und sollte darum nur für Salatsaucen und zum Verfeinern zum Einsatz kommen.
  • kann den Blutfettspiegel positiv beeinflussen:
    Erdnussöl kann durch seine günstige Fettsäurenzusammensetzung helfen, den Blutcholesterinspiegel zu senken.
  • punktet mit Vitamin E:
    Gut 25 Milligramm Vitamin E pro 100 Milliliter machen Erdnussöl zu einem effektiven Bodyguard der Körperzellen vor schädlichen freien Radikalen und zum perfekten Partner für die Abwehrkräfte. Auch die in Erdnussöl enthaltenen Vitamine B1, D und K tun der Gesundheit gut.
  • kann Allergien auslösen:
    Wer auf Erdnüsse allergisch reagiert, sollte mit kaltgepresstem Erdnussöl ebenfalls vorsichtig sein. Auch darin können noch Reste der Eiweiße stecken, die für allergische Reaktionen verantwortlich sind.
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