Fahrt mit der Eisenbahn…

Vom Campground vor den Toren des Mesa Verde NP sind wir am frühen Morgen nach Durango aufgebrochen.  Durango hat ca. 18.000 Einwohner und liegt auf rund 2.000 Höhenmeter.

Direkt am Fairground in Durango haben wir einen ruhigen und preiswerten Stellplatz beziehen können. Strom (50 AMP) und Wasser für 16,50 US$ die Nacht.

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Grund für das frühe Aufbrechen war, dass wir eine kombinierte Bus- und Zugfahrt von Durango nach Silverton und zurück gebucht hatten und der Bus um 10:15 Uhr pünktlich abfahren wollte.

Eine Zugfahrt von Durango nach Silverton (und umgekehrt) ist sicherlich für alle Eisenbahn Fans eine tolle Sache. Aber auch für nicht Enthusiasten ist diese Fahrt durchaus lohnenswert.

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Wir sind von Durango nach Silverton mit dem Bus gefahren. Das hat rund 75 Minuten gedauert und schon wenige Meilen nach Durango konnten wir in eine fantastische Berglandschaft eintauchen. Wie schon oben gesagt, liegt Durango auf 2.000 Höhenmeter, Silverton auf 2.850. Die ca. 45 Meilen (72 km) ging es eigentlich immer sanft bergauf, ohne extrem steile Anstiege. Der Busfahrer gab während der Fahrt ausführliche Informationen, so dass man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten oder Besonderheiten schon vor der eigentlichen Zugfahrt erfahren konnte.

In Silverton angekommen, standen wir mitten in einer früheren Goldgräberstadt, eine Stadt wie aus einem Wildwest-Film, wären da nicht die parkenden Autos. Man denkt manchmal, jetzt kommen gleich ein paar Cowboys um die Ecke und es gibt eine Schießerei.

Bunte Holzhäuser prägen die Hauptstraße, die asphaltiert ist. Alle anderen Straßen sind es nicht.  Hier und da sieht man das ein oder andere Holzhaus, das auf den zündenden Streichholz wartet 🙂

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Die Eisenbahn bringt täglich viele Touristen hoch, entsprechend groß ist die Anzahl an Souvenirläden, Restaurants und Imbissbuden. Zu einer alten Stadt gehören auch alte Autos. Und davon gibt es hier in Silverton ganz viele

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Um 14:30 Uhr konnten wir in den Zug einsteigen und die Rückfahrt antreten.

Die Schmalspur Dampfeisenbahn müht sich langsam durch das Hochtal abwärts durch einen Canyon. Atemberaubend. Der Zug fährt fast immer entlang des Animas River, der das Schmelz- und Regenwasser  aus den Bergen auffängt und ins Tal befördert. Der Fluß ist bis zum Rand gefüllt.

An einer Stelle fließt der Fluß abwärts und der Zug fährt aufwärts. Dort fährt der Zug ca. 2 bis 3 Kilometer nur 1 m von einer Kante entfernt, wo es 100 m steil abwärts geht. Ich bin nicht sicher, ob dies auf dem nachfolgenden Foto deutlich wird

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Nach dreieinhalb Stunden erreichten wir den Bahnhof in Durango. Die Bus- und Zugfahrt ist nicht billig. Pro Person muss man rund 90 US$ (= 80 EUR) bezahlen. Aber es ist schon ein einmaliges Erlebnis, mit diesem historischen Zug durch eine traumhafte Rocky-Mountain-Landschaft zu fahren. Von daher war die Reise jeden Cent wert.

Aber man kann auch Kritik äußern: Die Züge – es gibt mehrere die täglich diese Strecke fahren – sind alte Dampflokomotiven, die mit Kohle befeuert werden. Es sind wahre Dreckschleuder, denn aus den Kaminen kommt jede Menge Ruß, der die Umwelt belastet

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Der Ruß weht in die zum Teil offenen Waggons und manchmal auch in die Augen. Die Sitze sind verschmutzt und man muss nach der Rückkehr seine Anziehsachen komplett in die Schmutzwäsche geben.

Im Zugabteil lernten wir ein Ehepaar aus Dresden kennen, und wir konnten uns am Abend über gemeinsame Hobbys austauschen

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