Glasgow Tag 1

625.000 Einwohner und mehr leben in Glasgow. Nimmt man die Umgebung dazu, sind es fast 3 Millionen.

In den 1970er und 1980er Jahren wurden Stahlwerke, Kohleminen, Motorenwerke und andere Schwerindustrie in und um Glasgow geschlossen, was zu Massenarbeitslosigkeit und Zerfall der Stadt führte. Trotz Schiffsneubauten wie der Queen Elizabeth 2 wurde eine Werft nach der anderen geschlossen. Zur Jahrtausendwende existierten nur noch zwei Werften, die beide ausschließlich aus Rüstungsaufträgen der Regierung finanziert wurden. Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es jedoch durch Strukturwandel hin zur Dienstleistungsbranche einen beschwerlichen Aufschwung.

In den 1990er Jahren hat sich Glasgow kontinuierlich von seinem Niedergang erholt. Die Stadt hat in den vergangenen 15 bis 20 Jahren große Summen in die Renovierung und Restaurierung einer Vielzahl von Gebäuden investiert. Durch diesen Aufwand ist die Lebensqualität in der Stadt spürbar gestiegen.

Besonders erwähnenswert ist die Vielfalt der Museen in Glasgow, die fast alle kostenlos besucht werden können. Eine Ausnahme ist das Glasgow Science Centre, das Eintritt verlangt. Für einen Erwachsenen 11,50 GBP.

Und da war ich heute Morgen zuerst, aber nur von außen. Denn dort will ich Übermorgen mit Hartmut hin:

Dann habe ich mir mein Ebike geschnappt und bin am Fluss Clyde (mit 176 km Länge der 3. längste Fluss in Schottland) entlang in die Innenstadt gefahren. Es war früh und der Wind am Fluss eisig.

Aber dann ging es mit den Temperaturen stetig aufwärts. Was mir bei meiner Ankunft in Glasgow sofort aufgefallen ist, das sind die Häuser mit ihren roten Kalk-Sandsteinen, wie zum Beispiel hier:

In Glasgow gibt es viel zu sehen. Mit einem Tag kommt man lange nicht aus. Es gibt zum Beispiel die St Mungos Cathedral:

Die Kathedrale geht auf den Glasgower Schutzpatron St. Mungo zurück, dessen Grab sich in der Krypta der Kirche befindet. Der jetzige gotische Bau ist zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert entstanden.

Oder der Botanische Garten. Ein großer Park mit zahlreichen Gewächshäuser. Wunderschön und ebenfalls kostenlos:

Am Fluß „Clyde“ befindet sich die Clydeside-Destillerie, die ich besucht habe. Ich trinke zwar keinen Whiskey, aber mal zu sehen, wie das Getränk entsteht, ist schon interessant

Interessant sind auch die „Schätze“ des Unternehmens, die in Vitrinen ausgestellt werden. Man achte auf das Preis-Etikett 🙂

Demonstriert wurde auch, und zwar für eine freies Kaschmir:

Am Wochenende findet in Glasgow ein Dudelsack-Wettkampf statt. In der Innenstadt wird an zahlreichen Stellen kräftig geübt, denn am Samstag geht es los:

Zum Schluss habe ich noch die Universität besucht und auch das dortige Hunterian Museum and Art Gallery

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