Glasgow Tag 3

In Glasgow werden an diesem Wochenende die „Pipe-Weltmeisterschaften“ ausgetragen. Mehr als 220 Bands und 6.000 aktive Musiker kämpfen um Pokale und Ehre…

Wir haben uns ganz viele Bands angehört, die in verschiedenen Klassen angetreten sind. Leider konnte ich als Laie kaum Unterschiede erkennen. Interessant war es aber trotzdem, das ganze Treiben auf der großen Festwiese zu beobachten.

Einige Akteure wurden von ihren Familienmitgliedern auf akuraten Sitz der Uniform mit strengen Augen geprüft. Das ging sogar soweit, dass die Schnürsenkel Millimeter genau mittig angeordnet wurden:

Für uns ganz ungewohnt war der Wettbewerb der jungen Leute, die uns den „Highland Dance“ zeigten. In verschiedenen Altersklassen wurde gegen eine reiche Mitbewerberzahl das Können vor einer Jury unter Beweis gestellt

Wir haben als nächste Sehenswürdigkeit die Glasgower Kathedrale besucht. Mittels eines Audio-Guides wurden wir über alle wichtigen Informationen auf Deutsch versorgt. So zum Beispiel, dass die Kirche Mitte des 13. Jahrhundert als katholische Kirche errichtet wurde, ab Mitte des 16. Jahrhunderts eine Schottisch-Protestantische Kirche wurde. Bis heute.

Dort liegt der Schutzpatron von Glasgow in einer Gruft. Es ist der heilige Mungo, auch bekannt als Kentigern, der bereits im 6. Jahrhundert als Mönch und Missionar in Glasgow tätig war.

Etwas oberhalb der Kathedrale, auf einem Hügel, gibt es einen Friedhof mit über 3.500 historischen Gräbern. Inzwischen haben dort mindestens 50.000 Bestattungen stattgefunden. Unter den etwa 3.500 Grabmalen finden sich bedeutende Architekten und Kaufleute. Man sagt auch, dass es ein Friedhof der Elite ist.

Danach, nur wenige Fußminuten entfernt, konnte wir an einer Fabrik-Besichtigung teilnehmen, und zwar die Brauerei Tennant. Die Führung dauerte etwa eine Stunde und endete mit einer Bierverkostung. Die Produktion des Dosenbieres lief auf Hochtouren, und zwar 2.000 Dosen pro Stunde. Aber auch Fässer und Flaschen werden dort abgefüllt. Der Hopfen kommt woher? Natürlich aus Deutschland 🙂  

Während der Führung mussten wir „Schutzkleidung“ anziehen, wie man hier gut sehen kann:

Danach sind wir erst einmal zum Wohnmobil gefahren, wir waren teils mit einem Taxi und mit Bussen unterwegs. Trotzdem haben wir – laut Hartmuts Messungen – 12 km zu Fuß bewältigt. Daher war eine Pause vonnöten 🙂

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4 Kommentare

  1. …ja, die Truppe war der Hingucker auf diesem Festival. Übrigens: da es eine Weltmeisterschaft ist, waren Bands vor Ort aus Usa, Kanada und viele weitere Länder. Auch aus Deutschland…

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