Grand Canyon / Arizona (Teil 2)

Aber wo ist denn eigentlich der Colorado-River? Der hat sich tief in das Gebirge eingegraben und ist an vielen Stellen gar nicht zu sehen. Wir sind heute rund 40 Kilometer östlich gefahren zum Desert-Point. Dort konnte man einige „Kurven“ des Colorados sehen.

Weil die South-Rim mit ihren rund 2.000 Meter noch nicht hoch genug sind, hat man am Desert-Point noch einen Wachturm aufgebaut. Der 21 Meter hohe Turm stammt aus dem Jahr 1930 und ist einem Wachturm aus der Zeit der Anasazi-Indianer nachempfunden. Im Innern sieht man sehr schöne Wandmalereien. Vom Turm und von der Aussichtsterrasse hat man einen großartigen Blick auf den Ostteil des Canyons.

Vor dem Desert-Point liegt der Lipan-Point, der einen der schönsten Ausblicke auf den östlichen Teil des Grand Canyons bietet. Von den Tusayan-Ruinen aus konnten wir auf den San Francisco Peak sehen. Der Berg ist etwas über 3.800 Meter hoch und auf seiner Spitze mit Schnee bedeckt.

Natürlich kann man auch in den Grand Canyon hinein gehen, also hinunter gehen, bis zum Colorado-River. Es gibt mehrere Trails. Es wird aber auf vielen Schildern hingewiesen, dass man sich für den Abstieg und den späteren Aufstieg zwei Tage Zeit lassen sollte.

Man kann den Grand Canyon aber nicht nur zu Fuß, sondern auch auf dem Rücken eines Mulis erkunden. Es gibt etwa 130 Mulis, die abwechselnd die 2-Tages-Tour unternehmen. Die Kosten einschließlich der Verpflegung und der Unterkunft für eine Nacht liegen bei 960 US$ für 2 Personen. Wer das einmal machen möchte, muss langfristig planen, da die Muli-Tour ständig zwischen 6 und 9 Monate im Voraus ausgebucht ist. Selbstverständlich kann man auch mit dem Hubschrauber oder kleinen Flugzeugen den Grand Canyon überfliegen, in Abhängigkeit vom Geldbeutel…

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