Griechenland: unser Fazit

Nachdem wir Griechenland verlassen haben, kann ich kurz meine Eindrücke der letzten 7 Wochen (und der letzten Reise von vor 2 Jahren) zusammenfassen:

Griechenland ist das Land der tollen Strände mit kristallklarem Wasser in den Farben von türkisblau bis smaragdgrün. Es hat zum Teil schon mehr als einen Hauch von Karibik. Und Griechenland hat fantastische Inseln. Nicht zu vergessen: die vielen antiken Sehenswürdigkeiten.

Griechenland ist das Land mit einer wunderschönen Berglandschaft. Es ist fast egal wo man hinschaut, man sieht immer Berge. Wir sind durch Landschaften gefahren und kamen aus dem Staunen gar nicht hinaus.

Griechenland ist ein Land für Wohnmobilisten, die entweder auf einem einfachen  Campingplatz oder frei stehen wollen. Nur einmal wurden wir von einem Anwohner darauf hingewiesen, dass an der Bucht Camping nicht erlaubt ist. Nie gab es Ärger mit der Polizei.

Griechenland ist aber auch das Land, in dem seine Bewohner schon seit Jahrzehnten sehr sorglos mit dem Müll umgehen. Fast an allen Straßenrändern – insbesondere außerhalb der Ortschaften, aber auch dort – liegen weggeworfene Plastikflaschen und sonstiger Müll herum. In unvorstellbaren Mengen. Alte Autos oder Motorräder lässt man einfach am Straßenrand vergammeln. Es ist schade, dass die Menschen mit so einem schönen Land nicht besser umgehen. Ich befürchte, es ist so gewaltiges Problem, das nicht mehr in den Griff zu kriegen ist.

Griechenland ist kein Land für Vegetarier. Selbstverständlich gibt es in den Restaurants Zaziki und Griechischen Salat sowie Fetakäse. Aber wer will nur das jeden Tag essen? Man möchte ja auch etwas Abwechslung haben. Angebote an vegetarischen Gerichten sucht man vergeblich. Dann: die Portionen sind klein, zum Fleisch gibt es in aller Regel keine Beilagen wie Salat oder Kartoffel oder Nudeln oder Reis oder Gemüse. Alles muss man sich selbst zusammenstellen, um satt zu werden. Also bleibt für Vegetarier nur: im Urlaub fast immer selbst zu kochen. Darüber hinaus: ich bleibe bei meiner Auffassung, dass man in Deutschland in jedem griechischen Restaurant besser essen kann, als in Griechenland.

Griechenland ist das Land der Kaffeetrinker. Wenn ich die vielen Menschen in den Straßencafés sehe, die fast alle ihren Kaffee vor sich  haben, vermute ich, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Kaffee in Europa nicht zu übertreffen ist. Das betrifft auch den Preis. Ein Cappuccino oder „Kaffee Americano“ oder Frapé kostet zwischen 3 und 4 EUR. Nur in den Filialbetrieben wie „Mikels Cafe“ oder „Caffee Island“ haben wir 1,50 EUR bezahlt. Und der war vom Geschmack her einwandfrei.

Fazit: es waren wirklich schöne Wochen, wenn man die negativen Punkte außer Acht lässt. Wie sagte jemand so treffend: wo viel Licht ist, ist auch Schatten…

Man soll ja nie nie sagen. Aber Griechenland kommt für uns nicht mehr infrage. Es gibt ja in Europa noch so viele schöne andere Länder, die wir mit dem Wohnmobil bereisen können. Zum Beispiel: Südtirol, wo wir gerade sind….

 

 

 

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5 Kommentare

  1. Bei einem Streik kann ich ja verstehen, dass Müll herumliegt.

    Aber ganz offensichtlich befinden die Griechen sich in einer Art „Dauerstreik“, was die Müllentsorgung angeht…

  2. Als wir vor vielen Jahren in Kreta waren, gab es gerade einen Müllstreik, und der lag zwischen den Straßen! Es war scheußlich! Und das Problem gibt es wohl weiterhin!

  3. Ja, es ist wirklich schade, wieviel Plastikmüll in Griechenland in der Natur liegt. Auto- und LKW-Fahrer schmeissen hauptsächlich ihren Müll während der Fahrt aus dem Fenster. Die Griechen sind sehr gastfreundlich aber große Umweltverschmutzer. Auf vielen Strassen, die wir gefahren sind, hat mich der Plastikmüll am Strassenrand von den Naturschönheiten abgelenkt und meine Stimmung negativ beeinflusst.
    Traurig Traurig

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