Griechenland – Unsere Eindrücke nach fast 3 Wochen

Wir sind nun 4 Wochen mit dem Wohnmobil unterwegs, davon fast 3 Wochen in Griechenland. Bisher können wir sagen: Tolles Land, sehr schöne Gegenden, schöne Strände, einsame Buchten. Von den 4 Wochen haben wir bislang nur für 2 Übernachtungen einen Campingplatz aufgesucht. Sonst immer „frei“ gestanden. Auch in Griechenland gibt es viele Möglichkeiten, mit seinem Wohnmobil frei zu stehen. Wirklich klasse.

Aber es gibt so einige Dinge, über die wir uns wundern:

Das Müllproblem ist schon gewaltig. Wir haben schon sehr viele Länder bereist, so schlimm wie hier war es nirgends. Nicht in den Südstaaten der USA, nicht in Mexico, nicht in China. In Katakolo war es besonders auffällig. Neben den gefüllten Müllcontainern lag jeweils links und rechts ein Berg von Müll. Der Müll lag ganz offensichtlich nicht erst wenige Tage dort. Durch alte Matratzen und Müllsäcke wuchs schon das Gestrüpp heraus. In Katakolo gehen fast täglich große Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Tausende Gäste strömen in den Ort oder fahren mit dem Bus nach Olympia. Was mögen die für einen Eindruck von Griechenland mit nach Hause nehmen? Die Einwohner sorgen nicht für Sauberkeit. Es ist denen egal.

Die Griechische Küche: In jedem deutschen „Griechen“ isst man besser… Unsere Freunde, die mit uns auf Tour sind, waren 2002 und 2004 in Griechenland mit dem Wohnmobil unterwegs. Sie sind der Meinung, dass es damals anders war. Besser war. Dazu kommt, dass nur wenige Griechen die Freundlichkeit und Herzlichkeit ausstrahlen, wie wir das von den Menschen in anderen Ländern kennen. Ganz überwiegend empfinden wir die Leute hier im Land als muffelig. Es herrscht scheinbar eine große Gleichgültigkeit.

Man sieht, dass das Geld an allen Ecken und Kanten fehlt. Es gibt auffallend viele Bauruinen. Die Eisenbahnstrecke von Katákolo nach Olympia ist ebenfalls größtenteils von Gestrüpp zugewachsen. Wir waren anfangs, als wir die Gleise gesehen haben der Meinung, dass dort gar kein Zug mehr fährt. Umso überraschter waren wir, als wir erfuhren, dass es doch eine Zugverbindung zwischen den beiden Orten gibt. Wir sind mit dem Zug gefahren. Die Windschutzscheibe des Zuges hatte ein ca. 5 cm großes Loch und mehrere Risse. Während der Fahrt peitschten Zweige und Äste gegen den Zug, weil man die Zugstrecke schon seit längerer Zeit nicht frei geschnitten hat. Die Doppelverglasungen der Fenster waren fast alle defekt. Dadurch waren die Scheiben „blind“ und man konnte nicht heraus schauen.

Es lassen sich noch viele weitere Beispiele auflisten. Unsere Gefühle sind da sehr zwiespältig. Wir sehen einerseits die schönen Landschaften und andererseits die Gleichgültigkeit der Griechen, aus dieser Schönheit, aus diesem Juwel etwas zu machen.

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4 Kommentare

  1. Hallo Verena L.,

    danke für deinen Kommentar. Eigentlich sollte man so unqualifizierte Kommentare nicht beantworten. Ich versuche es trotzdem, denn Scheinbar hast du dir vor dem Schreiben nicht so viele Gedanken gemacht. Ich werde sachlich bleiben, was mir leicht fällt, denn ich bin ein höflicher Mensch. Ich werde nicht persönlich, wie du es gemacht hast. Und mit deinem Kommentar – so glaube ich – disqualifizierst du dich selbst.

    Ich weiss nicht, wie du beurteilen kannst, dass wir keinen Euro im Land lassen? Geht so etwas überhaupt? 8 Wochen Griechenland und keinen Euro ausgeben?

    Und deine Aussage, dass die Griechen „…bei Gästen wie uns“ muffelig sind, finde ich schon unverschämt. Überleg doch nal: wie sollen die Griechen, auf die wir treffen, uns einschätzen können? Sie kennen uns doch nicht. Wir haben viele Länder bereist, und sind so gut wie überall auf Menschen gestoßen, die von Anfang an freundlich waren und schon beim ersten Kontakt ein Lächeln auf dem Gesicht hatten. Hier? Ganz überwiegend Fehlanzeige…

    Wir haben über 15 Jahre selbst in der Reisebranche gearbeitet. Wir wissen, was Service ist und wie man Gäste behandelt.

    Ich gebe nur unseren Eindruck und Erfahrungen weiter. Wenn du gegenteilige Erfahrungen gemacht hast, dann ist das schön für dich.

    Unsere Erfahrungen decken sich im Übrigen mit den Erfahrungen von Freunden und Bekannten, die schon Mitte der 80er und auch danach Griechenland besucht haben. Wir sind mit unserer Meinung nicht alleine. Ich behaupte auch nicht pauschal, dass alle Griechen so sind.

    Darüber hinaus überlasse es doch uns, wo wir stehen und ob das verboten ist oder nicht. Frei stehen ist auch eine Art Wirtschaftsfaktor, denn auch Freisteher bringen Geld ins Land.

    Berichte du doch bitte mal, wie du deine Griechenlandreise erlebst, welche Erfahrungen du machst, wo du dich befindest, mit welchem Fahrzeug und welche Stellplätze du auswählt. Aber bitte nicht anomym. Schick mal ein Foto von dir und sage, was du für die griechische Wirtschaft tust. Danke.

    Liebe Grüße
    Walter

  2. Hallo Uschi und Walter
    Natürlich sind die Griechen muffelig bei solchen Gästen wie euch. Immer irgendwo stehen dabei ist auch in Griechenland das verboten und dann noch gratis Wasser bunkern ! Für solche Wohnmobilfahrer schäme ich mich. Kein Euro im Land lassen, nur lästern. Wieso bleibt ihr nicht zu Hause?
    Wir sind das 2. mal hier, weil es uns ausserordentlich gefällt und die Griechen ausgesprochen freundlich und hilfsbereit sind.

  3. Hallo Werner, danke für die Wünsche und dir einen weiteren guten Heilungs-Verlauf…. U+W

  4. Hallo Uschi u. Walter, Eure Eindrücke wundern mich gar nicht. Ich bereiste 3 mal Griechenland 1983 mit einem Wohnmobil auf der selben Route die du nun befährst. Das Essen fand ich damals schon schrecklich denn die wenigen guten Griechische Gerichte gab es als Original dann auf den Reisen in der Türkei weit besser.
    Der Unrat dürfte inzwischen noch größer geworden sein, da nach Ansicht der Griechen der Staat dafür zuständig ist und sie ja grundsätzlich gegen jeglicher staatlichen Verordnung sind. Darum finden sich auch überall wilde Entsorgungsdeponien.
    Ich wünsche Euch noch einen schöne Reise denn das Land ist sehenswert. Werner

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