Hévíz/Ungarn





Nun sind wir in Ungarn angekommen, und zwar 5 km vom Plattensee (Balaton) entfernt im Ort Hévíz. Die Fahrt hierhin über Landstraße war ca. 148 km lang. Wir wollten nicht über die Autobahn fahren. Direkt ab der ungarischen Grenze wurden die Straßen ganz überwiegend schlechter. Nur kleine Teilstücke liessen eine Geschwindigkeit von 70 oder 80 Km/h zu. Sonst nur max. 50 Km/h. Und: bis zur Grenze waren die Felder rechts und links voll von Weinstöcken. Ab Grenzübergang gar nichts mehr.

Wir stehen nun auf dem Campingplatz „Castrum“. Es ist ein sehr schöner Platz mit vielen und hohen Bäumen, großen Parzellen und einer kompletten Versorgung. Nachteil: das Internet ist grottenschlecht. Aber es gibt viel Lärm auf dem Platz: man hört die Vögel zwitschern und es rauscht im Blätterwald 🙂 Der Eigentümer lässt sich die Nähe zum Thermalbad gut bezahlen, denn der Platz kostet 32 EUR pro Nacht.

Den Ort Hévíz haben wir uns ganz bewusst ausgesucht, weil wir etwas für unsere alten Knochen tun wollen. Der Heilsee in Hévíz ist mit einer Fläche von rund 4,4 Hektar der größte natürliche und biologisch aktive Thermalsee der Welt, in dem man im ganzen Jahr baden kann. Dieser wird durch eine Thermalquelle aus einem Krater in 38 Metern Tiefe gespeist. Die Quelle ist mit 410 Litern pro Sekunde derart ergiebig, dass sich das Wasser innerhalb von 72 Stunden komplett austauscht.

Das Wasser enthält Schwefel, Kohlendioxid, Kalzium, Magnesium und Hydrogenkarbonat und es besitzt leicht radioaktive Eigenschaften. Das Thermalwasser soll dadurch zur Entspannung des Körpers und damit zum Erfolg bei der Behandlung von rheumatischen und motorischen Beschwerden beitragen. Das Wasser wird bei Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen aber auch zur Trinkkur verwendet. Ferner wird im Winter der Bereich über dem Wasserspiegel zu einem riesigen Freiluft-Inhalatorium, da es zu einer starken Dampfentwicklung kommt. Diese Dämpfe sollen sich wohltuend auf die Stimmbänder auswirken.

Auch der Schlamm vom Grund des Sees wird für physiotherapeutische Maßnahmen angewandt. Er enthält sowohl organische als auch anorganische Bestandteile, wobei die wichtigsten davon Schwefellösungen und Radiumsalze sind. Die Wassertemperaturen des Sees betragen im Sommer ca. 34 °C, im Winter ca. 25 °C. Dadurch ist ein ganzjähriger Badebetrieb unter freiem Himmel möglich.

Wir haben uns zunächst eine 10-Stunden-Karte gekauft, die 26 EUR kostet. Man soll pro Tag nicht länger als eine Stunde sich im Wasser aufhalten. Ganz fair ist, dass Minuten genau abgerechnet wird. Sofort am Nachmittag haben wir unsere erste Einheit abgehalten. Im „Badehaus“ hat das Wasser die zuvor beschriebenen 34 Grad C, wenn man ausserhalb schwimmt, dann zur Zeit nur 22 Grad.

 

Wir wollen hier mindestens 14 Tage aushalten und jeden Tag den Jungbrunnen nutzen. Vielleicht sind wir danach wie 50+ ??? 🙂

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2 Kommentare

  1. Hoffentlich erkennen wir Euch nach der Verjüngungskur überhaupt noch. Übrigens, in Ungarn soll es auch guten Wein geben…..

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