Joshua Tree – Californien

Der Joshua-Tree-Nationalpark ist eine Wüstenlandschaft im Südosten Kaliforniens, die den Übergang zwischen der Mojave-Wüste und der Colorado-Wüste bildet. Neben den Joshuabaum-Wäldern bietet der Park eine der interessantesten geologischen Formationen, die man in den kalifornischen Wüsten findet. Es herrschen kahle Felsen vor, die in der Regel in einzelne Felsformationen aufgebrochen sind.

Joshua

Der Joshua Tree National Park ist mit 2.300 qkm größer als die Insel Teneriffa. Der Name Joshua Tree bezeichnet eine baumartige Yucca-Pflanze, die hier in dieser Halbwüste große Areale bedeckt. Der Nationalpark liegt zwischen rund 300 und 1.700 Höhenmeter. Das Zusammenspiel der oft sehr bizarren Joshua Trees mit der eigenartigen Felslandschaft drumherum verleiht dem Nationalpark einen unverwechselbaren Reiz.

Und wer hat diese Felsbrocken so aufeinander gestapelt? In der Beschreibung , die wir im Visitor-Center bekommen haben, ist folgendes zu lesen:

Vor Millionen Jahren gab es bereits vulkanische Aktivitäten, also glühend-flüssige Lava, sog. Monzogranit, trat von den Tiefen der Erde hervor und drang ein in das darüber liegende ältere Gestein. Als der Granit sich abkühlte und kristallisierte, bildeten sich Risse sowohl horizontal als auch vertikal unter der Erde. Der Granit wurde weiter nach oben geschoben, wo er mit Grundwasser in Kontakt kam. Durch das Grundwasser gab es chemische Verbindungen, die die eckigen Granitblöcke verwittern liessen. Risse wurden erweitert und Eckiges wurde abgerundet. Nach und nach erodierte der Erdboden und ließ haufenweise Monzogranit in der Landschaft zurück, so als ob man Spielzeugblöcke achtlos umher geworfen hätte.  Das alles geschah durch Wind und Wasser über einen Zeitraum von unvorstellbar vielen Jahren.

Und man glaubt es kaum, auch wenn die mächtigen Granitfelsen nicht danach aussehen: hier wurde um 1880 nach Gold gesucht. Die Lost Horse Mine kann besichtigt werden und ein 4 Meilen langer Rundweg zeigt die Geschichte der Goldsuche.

War es gestern tagsüber zuerst sehr angenehm, kam am frühen Abend starker Wind auf. Die ganze Nacht stürmte es und es regnet leicht. Die Temperatur fiel in der Nacht auf 4 Grad C runter. Uschi traute sich am Morgen gar nicht raus sondern fotografierte unseren Blick auf die Felsen von der Küche aus:

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Wir haben auf einen längeren Spaziergang verzichtet, da der Sturm zu stark war. Wir sind gegen 08:30 Uhr weiter gefahren, über „Twentynine Palms“ bis nach Lake Havasu City. Das liegt in Arizona. Trotzdem sind wir der Meinung, dass sich der Ausflug in den Joshua Tree gelohnt hat und er für uns eine Bereicherung war. Wo sieht man sonst diese Weiten, diese vielen hübschen Yucca-Palmen, und wo kann man so schön an einer riesen Felswand auf einem Campground stehen?

Von Palm Springs zum Campground „Belle“ im Joshua Park waren es nur 99 km. Dabei muss man wissen, bis zum Eingang vom Nationalpark sind es 71 km. Vom Eingang bis zum Campground „Belle“ dann noch mal 28 km. Ich will damit nur sagen, dass der National-Park riesengroß ist…


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