Kavala eine pulsierende Stadt

In Nordgriechenland trifft der Osten auf den Westen: in einer Stadt mit osmanischen Schätzen und byzantinischen Mauern – das ist Kavala…

Kavala, die auch als „blaue Stadt“ und als „Mekka des Tabaks“ bekannt ist, erstrahlt schon in hellem Weiß beim Sonnenaufgang. Fast alle Häuser – man kann sie wirklich auf 99,9 % schätzen – bevorzugen diese Farbe. Wir sind in der Stadt, wo seit Jahrhunderten Byzantiner, Osmanen, Christen,  Juden, Kaufleute, Tabakarbeiter, Flüchtlinge und Intellektuelle leben. Friedlich nebeneinander. Und ich frage mich, warum kann das nicht immer und überall sein…

Die Stadt hat über 70.000 Einwohner und ist über viele Kilometer entlang der Küste am Hang gebaut. Denn hinter dem schmalen Küstenstreifen finden sich die Ausläufer des Rhodopen-Gebirges.

Kamares: das Aquädukt

Die imposanten Bögen sind ein Wahrzeichen der Stadt Kavalas. Ursprünglich waren sie Teil eines Systems, das Wasser in die Felsen der Altstadt, die sich Panagia nennt – transportierte. Der Wasserkanal ist 6,4 km lang und sehr präzise gebaut. Die heutige Form hat das Aquädukt seit ca. 1520, der Zeit Süleymans des Prächtigen. Fast ein halbes Jahrtausend später ist es immer noch sehr beeindruckend und man kann kaum glauben, dass es schon so alt ist, denn es sieht aus wie neu errichtet…

Panagia: das ist die Altstadt Kavalas

Panagia, die Altstadt,  auf der sich ganz oben die Akropolis befindet. Akropolis bedeutet Festung und Schutzraum. Sie wurde großteils in den ersten Jahrzehnten des 15. Jh. n. Chr. errichtet. Der Zweck dieser Festungsanlage war die Überwachung und der Schutz der Altstadt. Zum letzten Mal wurde die Akropolis im Zweiten Weltkrieg von den Truppen der Besatzungsmächte genutzt. In der Altstadt gibt er zahlreiche Cafés und Restaurants. Von dort aus ist man in 2 bis 3 Fußminuten am Hafengebiet, wo die großen Fischerboote auf das Auslaufen warten und abends die Bewohner der Stadt – und natürlich deren Gäste – flanieren, in Gruppen diskutieren oder gemeinsam Musik hören. Auch wir haben am Abend einen Bummel an der Hafenmole und in der Innenstadt unternommen und uns vom Lichtermeer beeindrucken lassen:

Das historische Imaret: geschlossen

Es ist eines der wichtigsten osmanischen Monumente Griechenlands. Imaret bedeutet Armenhaus, obwohl es alles andere als das ist. Der beeindruckende Komplex aus Blei-Kuppelbautn wurde 1817 von Mohammed Ali als külliye, ein Ort für islamischen Unterricht,  auf einer älteren Armenküche gebaut. Mohammed Ali war von 1805 bis 1848 Gouverneur der osmanischen Provinz Ägypten. Nach Jahrhunderten der Vernachlässigung wurde er vor kurzem von einer bekannten Tabak-Familie renoviert, um ein Symbol für die Geschichte der Stadt zu erhalten und es in ein Luxus-Hotel umzubauen. Leider war es geschlossen.

Bildquelle: visitkavala.gr
Bildquelle: visitkavala.gr

Wir haben ganz hervorragend und ganz alleine direkt am Strand übernachtet und das warme Wasser des Mittelmeeres zum Baden genutzt:

Der erste Besuch nach der Ankunft in Kavala gehört einem Frisör. Und zwar einem Hundefrisör. Unser Chico hat einen Kurzhaarschnitt verpasst bekommen. Das ist für ihn bei der Wärme angenehmer und für die Uschi pflegeleichter 🙂

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