La Palma – Eine Reise geht zu Ende

Wir haben uns in den fast 3 Wochen auf La Palma sehr wohl gefühlt. Das gemietete Apartment in Los Llanos war, abgesehen von kleinen Mängeln, ok. Die Lage der Wohnung war hervorragend, denn bis zur Fußgängerzone waren es nur 100 Meter. 

In der gesamten Zeit hatten – wir bis auf einen Tag – schönes Wetter, so dass wir uns tagsüber fast nur im Freien aufgehalten haben. Wir konnten jeden 2. Tag Wanderungen unternehmen, die auch unser kleiner Chico gut mitgemacht hat. Der Rekord lag bei 8,5 km, und das ist für den kleinen Hund, der vor einigen Monaten noch starke Rückenprobleme hatte, beachtlich. Noch anzufügen ist, dass es auf La Palma viele Berge gibt und daher Steigungen zu jeder Wanderung hinzukommen. Sind wir nicht gewandert, waren wir im Fitness-Center. Wie Teneriffa ist auch La Palma ein Paradies für Wanderer. Es gibt über 1.000 km Wanderwege, die alle perfekt ausgeschildert sind.  

Wegen der besonders klaren Luft ist La Palma auch ein Paradies für „Sternengucker“.  Die Observatorien rund um den „Roque de los Muchachos“ (etwa auf 2.400 Höhenmeter) sollen zu den führenden auf der Welt gehören und bei jedem Besuch stellen wir fest, dass weitere Einrichtungen gebaut werden. Auch Fotografen lieben diesen Ort. Das nächste Foto ist von Tom Radziwill, der das Foto nicht mit Photoshop bearbeitet, sondern die Blende am Fotoapparat für 2 Stunden offene gelassen hat: 

 

Mein Lieblingsfoto ist vom „Cubo de Galga“

In einer Reisebeschreibung war zu lesen: 

  • Bei dem Cubo de la Galga im Norden von La Palma handelt es sich um einen Lorbeerwald, der auch unter dem Namen Laurisilva bekannt ist. Lorbeerwälder sind auf La Palma, auf Teneriffa, La Gomera, El Hierro und Gran Canaria verbreitet und verfügen über eine einzigartige Flora und Fauna. Eine Besonderheit vom Cubo de la Galga ist die Tatsache, dass es sich um ein Mikroklima mit idealen Bedingungen für einen Lorbeerwald handelt. Die feuchte Luft und die Kombination aus den Winden des Atlantiks und den Bergen auf La Palma erschaffen die üppige Pflanzenwelt, die einst auch im restlichen Europa anzutreffen war. Heute konnten die dichten Lorbeerwälder wie der Cubo de la Galga sich vor allem auf den Kanaren halten. Durch den Nebelniederschlag ist die Luft im Cubo de la Galga stets ein wenig feucht, diese besonderen Bedingungen führen zu dem Wachstum der bis zu 30 Meter hohen Lorbeerbäume. Im Cubo de la Galga befinden sich rund 20 verschiedene Baum- und Sträucherarten, die oft von Moosen und Farnen ergänzt werden. Dadurch entsteht der urwaldähnliche Lorbeerwald vor Ort. Der Cubo de la Galga befindet sich in einer Höhenlage zwischen 500 und 1000 Metern über dem Meeresspiegel. In der feuchten Region leben zahlreiche Vögel, dazu gehört auch die Lorbeertaube. 

Was uns auf der Insel besonders aufgefallen ist:

  1. der Anteil an Hunden pro Einwohner ist auf La Palma um ein Vielfaches höher als auf Teneriffa 🙂

2. wir haben festgestellt, dass man auf La Palma sehr darauf achtet, dass die durch Corona bedingten Maßnahmen eingehalten werden. So wurden z. B. in Los Llanos die Straßen in den Fußgängerzonen mittig geteilt und die Besucher angehalten, immer auf der rechten Seite zu gehen. Kostenlos wurden Masken verteilt. Die Restaurantbesitzer achten sehr darauf, dass Abstände eingehalten und Masken getragen werden, sollte man sich nicht am Tisch befinden. Scheinbar hat man hier erkannt, dass nur Solidarität die Krise überwinden und weitere Infektionen vermeiden hilft. Einen erneuten harten Lockdown mit Schließung der Restaurants und Geschäften möchte eigentlich niemand. Leider gibt es vereinzelte Zeitgenossen, die die Anordnungen missachten. Aber die gibt es – nochmals leider – überall…

Wir sind bei unserem 5. La Palma – Aufenthalt diesmal nicht mit dem Flugzeug, sondern mit der Fähre gefahren, was wir insgesamt als entspannter empfunden haben. Vorteil: man kann sein eigenes Auto mitnehmen und entsprechend laden. Eine Fahrt hat für 2 Personen und Auto 32 EUR gekostet. Die etwas mehr als 2 Stunden „auf hoher See“ waren kein Problem. Auf der gestrigen Rückfahrt waren von 900 möglichen Passagieren nur 82 an Bord. 

Vor der Abreise mussten wir uns noch stärken und sind ins „Tudtu“ zum essen gegangen. Nach deutschem Sprachgebrauch würden man „Strandbude“ sagen, hier auf La Palma sagt man „Kiosco“. Tatsächlich ist es ein thailändisches Restaurant, der beste Thailänder auf der Insel. Vielleicht auch der einzige Thailänder:-)

Jedenfalls bieten die beiden Betreiber wirklich leckere Menüs und sind darüber hinaus sehr freundlich. Man sitzt direkt am Strand und kann die Sonne genießen:

Hier ein Foto von meinem „Fisch mit Paprika“:

Fazit der Reise: es war sehr schön und wir kommen wieder nach La Palma….    

 

 

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