La Palma Tag 2 – Der Vulkan

Am 19. September brach im Westen der Insel ein Vulkan aus, der erst 3 Monate später zur Ruhe kam. Man zählt rund 3.000 Gebäude, die zerstört wurden. Über 8.000 Menschen mussten sich eine andere Unterkunft suchen. Und mit den Gebäuden wurden ganz viele Existenzen zerstört. Wer sich näher mit dem Thema befassen möchten, sollte auf Wikipedia nachlesen.

Wir sind gestern auf die Westseite gefahren und konnten den Vulkan gut sehen, der zwar keine Lava, dafür aber immer noch Gase ausbläst:

Vom Vulkan aus lässt sich der Lavafluss bis ins Meer gut verfolgen. In dem von uns besuchten Gebiet von Los Llanos bis Tazacorte sieht man immer noch die Spuren des Vulkan-Ausbruches: Schwarze Lava-Asche in Form von feinem Sand, fast pulverförmig, wie man sie vom Strand kennt. Die Asche wurde zwar größtenteils entfernt, sie ist aber immer noch auf Blumenbeeten, vor Hauseingängen und in den Fugen der Bürgersteige zu finden. Man sieht auch Trupps von Arbeitern, die Hauseingänge mit Schaufeln und Besen vom Lavastaub befreien.

Der Ort Todoque scheint ganz ausgelöscht zu sein, die Straße dorthin ist versperrt:

Foto: Feuerwehr La Palma

Und so sahen wir die oben gezeigte Straße gestern:

Wir sind nach Tazacorte gefahren. Am dortigen Strand waren einige Badeurlauber zu sehen. Im Ort war die Straße zum Hafen wegen Brückenbauarbeiten gesperrt. Die im Jahre 2002 fertiggestellt Hafenanlage ist ein riesiges Bauprojekt, hat über 70 Millionen Euro gekostet, die EU hat davon 75% übernommen. Gedacht war von den Politikern, Kreuzfahrtschiffe anzulocken. Aber bisher hat kein einziges der großen Kreuzfahrtschiffe angelegt, der Kai ist mit 150 m Länge zu kurz. Außerdem fehlt die Infrastruktur. Man stelle sich nur vor, ein Kreuzfahrtschiff mit 3.000 Gästen an Bord legt an und die Gäste wollen von Bord. Der kleine Ort Tazacorte wäre sofort überschwemmt von Touristen. Es bleibt eine ungenutzte Fehlinvestition, die nun anfängt, sich selbst zu zerstören. Man sieht, dass das rostende Moniereisen an vielen Stellen den Beton wegplatzt. Traurig. Man hätte die verantwortlichen Politiker schön längst persönlich zur Verantwortung ziehen müssen. Aber Politiker können ja das Geld der Steuerzahler immer ganz gut ausgeben 🙁

In Los Llanos haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht. Die Stadt mit ihren 20.000 Einwohner ist vom Vulkan weitestgehend verschont geblieben. Selbstverständlich sind wir im Café Don Manuel eingekehrt, wo es den besten Kaffee der Insel gibt. 

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6 Kommentare

  1. Thank you, now we don’t have to go ourselves. Looking forward to further reports and photos. Hugs from your friends!

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