Lake Havasu City – Arizona


Vom Joshua-Park bis Lake Havasu City sind wir 264 km gefahren. Als wir den Park verlassen haben und durch Twentynine Palms gefahren sind, wurden wir von einem Schild am Straßenrand informiert: nächste Tankstelle in 100 Meilen, das sind rund 160 km…

Also zurück zur Tankstelle und erst mal auftanken 🙂

Fast die gesamten 100 Meilen führten durch die Halbwüste, kein Ort, kein bewohntes Haus, einfach nichts, ausser 2 Fahrspuren aus Asphalt, links und rechts nur Sand und hin und wieder Gestrüpp. Aber rund herum eine tolle Aussicht auf die Berge. Wir haben den Colorado-River bei Parker überquert und waren von da an wieder in Arizona. Dann ging es nördlich, am Colorade-River vorbei, über eine landschaftlich sehr schöne Strecke bis zum Lake Havasu City.

Lake Havasu City ist eine Stadt mit 60.000 Einwohnern und liegt am zum Lake Havasu aufgestauten Colorado River.

Eine besondere Attraktion ist die über einen künstlichen Flussarm führende partielle Rekonstruktion der London Bridge. Die 1831 in London erbaute Brücke konnte den ständig zunehmenden Verkehr über die Themse nicht mehr bewältigen. Deshalb entschied sich die britische Regierung, die Brücke zu verkaufen. Robert McCulloch, Gründer der mitten in der Wüste von Arizona gelegenen Stadt Lake Havasu und Vorstandschef der McCulloch Oil Corporation, ersteigerte die Brücke für 2.460.000 US-Dollar. Nach einer urbanen Legende nahm McCulloch während der Versteigerung fälschlicherweise an, nicht für die London Bridge, sondern für die wesentlich bekanntere Tower Bridge zu bieten. So kann man sich irren 🙂

Die Brücke wurde abgebaut und jeder Stein der Verkleidung sorgfältig nummeriert. Alle Teile wurden auf dem Seeweg in das über 15.000 Kilometer von London entfernte Long Beach in Kalifornien gebracht und von dort aus mit Lastwagen nach Lake Havasu City transportiert. Der Wiederaufbau begann am 23. September 1968 mit einer Zeremonie, bei der Londons damaliger Oberbürgermeister den Grundstein legte. Am 10. Oktober 1971 konnte die Brücke, eine Stahlbetonstruktur mit äußerlich originalem Verkleidungsmaterial, (wieder) eingeweiht werden.

Wir sind hier auf dem Campell Cove RV Resort, ein Passport-America-Campground, Full-Hook-Up, W-Lan und Pool zu 25 US$.

Unsere im Joshua Tree ausgefallene „Walking-Stunde“ holten wir am Ufer des Sees nach, direkt an der London-Brigde. Zu unserem Erstaunen lagen an beiden Uferseiten hunderte von Booten, meist schnittige Rennboote, wie dieses:

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also mit viel PS und Motorstärke, dazu viele überwiegend junge Menschen, viel Musik, viel gute Laune und auch viele Getränke. Aber nicht jedes Boot hatte einen großen Hubraum, manche auch nur zwei „Zylinder“, wie auf diesem Bild zu sehen ist:

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Jedenfalls hatten alle ihren Spaß und so soll es ja auch sein. Uschi und ich sind nach der Walking-Stunde in der Barley Brother Brauerei eingekehrt, zu einem frischen Bier, das wir uns nach der Lauf-Stunde bei ca. 26 Grad verdient hatten:

 

 

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