Leinöl

Es soll Leute geben, die Leinöl für ein Lebenselixier halten. Und tatsächlich zeigen moderne Forschungsergebnisse, dass das dickflüssige gelbe Öl aus Leinsamen viele günstige Einflüsse auf die Gesundheit haben kann. Es gibt aber noch eine gute Nachricht: Leinöl schmeckt auch klasse!

 

Quelle: https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/fette/leinoel

Leinöl…

  • liefert wertvolle Fettsäuren:
    Leinöl enthält so viel Alpha-Linolensäure wie kaum ein anderes Pflanzenöl. Je nach Herkunft der Pflanze bringt kaltgepresstes Leinöl es auf bis zu 70 Prozent von dieser 3-fach ungesättigten Omega-3-Fettsäure und überrundet damit sogar Rapsöl (circa 9 Prozent) oder Lachs (circa 4 Prozent) mit gigantischem Abstand.
  • schützt das Herz:
    Alpha-Linolensäure kann die Blutgerinnung fördern und die Blutgefäße erweitern. Sie reguliert dadurch Blutdruck sowie Cholesterinspiegel und wirkt vorbeugend gegen Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • stärkt das Gehirn:
    Mit seinem hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure und anderen Omega-3-Fettsäuren kann Leinöl erwiesenermaßen auch die „grauen Zellen“ stärken und das Denkvermögen sowie die Konzentrationsfähigkeit erhöhen (1).
  • soll Krebs vorbeugen:
    In Studien zeigte sich, dass die Alpha-Linolensäure aus Leinöl in die Zellmembranen eingebaut und dort zum Teil zu anderen wichtigen Omega-3-Fettsäuren umgebaut wird. Leinöl wirkt dadurch entzündungs- hemmend und schützt die Körperzellen gegen schädliche freie Radikale – das kann unter anderem vorbeugend gegen Krebserkrankungen wirken.
  • ist kalt gepresst am besten:
    Leinöl gibt es zwar auch raffiniert, aber die großen gesundheitlichen Pluspunkte liefert vor allem kalt gepresstes, naturbelassenes Leinöl. Man erkennt es sofort an der satt dunkelgelben Farbe und der dickflüssigen Konsistenz.
  • hebt die Stimmung:
    Wer zu Stimmungstiefs neigt, sollte ruhig öfter zu Leinöl greifen: Studien haben ergeben, dass seine Fettsäuren offenbar für angenehme Gefühle sorgen und sogar Depressionen oder Ängste lindern können.
  • schmeckt nicht jedem:
    Gerade kalt gepresstes Leinöl hat einen eigenwilligen Geschmack – leicht bitter und etwas „strohartig“. Wer das weniger mag, kann Leinöl aber gut mit einer neutralen Sorte wie zum Beispiel kalt gepresstem Rapsöl mischen.
  • darf nicht erhitzt werden:
    Leinöl verliert beim Erhitzen einen Großteil seiner gesundheitlichen Pluspunkte. Man sollte es also nur für Salate und andere kalte Speisen nehmen oder es erst direkt vor dem Essen an warme Speisen geben.

 

Kaum zu glauben, dass Leinöl fast vergessen war. Es sieht aus wie flüssiges Gold, fließt dick vom Löffel und schmeckt intensiv nussig und herzhaft. Früher war das hochwertige Fett aus den reifen Samen des (übrigens wunderhübsch blühenden) Flachs hingegen buchstäblich in aller Munde. Als sehr alte Kulturpflanze begleitete sie bereits vor 10.000 Jahren die Menschen. Besonders die weniger Wohlhabenden unserer Vorfahren schätzten Leinöl als ebenso billiges wie nahrhaftes Lebensmittel.

Print Friendly, PDF & Email