Los Angeles – Teil 1

Los Angeles (LA)  ist nach New York City die 2. größte Stadt der USA, mit annähernd 4 Millionen Einwohnern. Auf den ersten Blick wirkt LA sehr unübersichtlich. Kein Wunder, denn das Stadtgebiet von LA misst 100 mal 50 Kilometer… Man muss verdammt gut vorbereitet sein, will man LA erkunden.

Heute ist Veterans Day, der Tag, der in den USA an den Waffenstillstand des 1. Weltkrieges erinnert. Es ist kein gesetzlicher Feiertag, wie wir das in Deutschland verstehen. Viele Leute arbeiten heute. Scheinbar haben nur Behörden, Banken und einige Büros geschlossen.

Vielleicht ist das der Grund, warum heute Vormittag die Autobahn in Richtung LA sehr gut zu befahren war. Kein Stau.

Leider hat uns heute die Sonne im Stich gelassen. Es ist zwar angenehm warm, aber bewölkt, wie man an den nachfolgenden Fotos gut sehen kann.

Wir haben das Auto an einer Endhaltestelle der U-Bahn stehen lassen und sind mit der Metro in die Innenstadt gefahren. Parkplätze sind ja in den Innenstädten bekanntlich sehr teuer. Eine Tageskarte der U-Bahn kostet 7 US$, für Seniors (ab 62 Jahre) 2,50 US$. Nach einer halben Stunde Fahrzeit haben wir Union Station erreicht, der wichtigste Bahnhof von LA.

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So einen schönen und sauberen Bahn haben wir noch nie gesehen. Es gibt einen großen und aufwendig verzierten Wartesaal, der uns beeindruckt hat:

Direkt gegenüber dem Bahnhof befindet sich das Pueblo de la Reina des Los Angeles mit dem ältesten Haus von LA, dem Avila Haus. Es wurde 1818 errichtet und heute so eingerichtet, wie es wahrscheinlich damals ausgesehen hat

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Heute findet man im Pueblo viele Läden und Souvenir-Shops, die ganz überwiegend in mexikanischer Hand sind.

Bei der Gelegenheit: Woher kommt der Name Los Angeles? Die Stadt LA wurde am 4. September 1781 offiziell von Gouverneur Felipe de Neve als El Pueblo de la Reina de Los Ángeles (spanisch „Das Dorf der Königin der Engel“) gegründet. Der gegenwärtige Name Los Angeles ist eine Verkürzung des Gründungsnamens auf „die Engel“.

Mit dem innerstädtischen Bus DASH (Downtown Area Short Hop) sind wir zum Central Market gefahren. Die Busfahrt mit DASH kostet nur 25 Cent.

Central Market ist ein Wahrzeichen der Stadt. Es ist das erste Haus in LA, das aus Stahl-Beton gebaut wurde, und zwar 1896.

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In der Anfangszeit war es ein Kaufhaus.  1917 änderte man die Nutzung und im Erdgeschoss entstand ein Markt, der bis heute an dieser Stelle betrieben wird. Allerdings ist in den letzten Jahren das Marktgeschehen durch Imbiss-Buden aus allen Ländern weitgehend verdrängt

Oberhalb des Central Markets befindet sich die Standseilbahn Angels Flight

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Es ist die zweite Standseilbahn, die 1996 eröffnet wurde. Sie  wurde 2001 wegen eines tödlichen Unfalls geschlossen und erst neun Jahre später wieder geöffnet, also 2010. Dann gab es am 5. September 2013 einen „kleinen Zwischenfall“ und die Untersuchung führte zur Entdeckung von schwerwiegenden Sicherheitsproblemen, so dass die Bahn bis heute geschlossen ist.

Wir konnten uns nicht verkneifen, das Restaurant Pantry aufzusuchen

The Original Pantry Cafe ist eine Ikone in LA. Es liegt an der 9. Straße/Ecke Figueroa. Das Pantry (wie es von den Einheimischen genannt wird) behauptet von sich selbst, seit 1924 nie geschlossen worden zu sein. Es hat 24 Stunden am Tag geöffnet. Die Speisenauswahl ist groß, ebenso die Portionen. Die Preise erscheinen uns nicht überhöht sondern angemessen. Das Restaurant ist derzeit im Besitz von ehemaligen Bürgermeister von Los Angeles, Richard Riordan. Es kommen viele Prominente und Politiker ins Pantry

Die Kasse ist noch im Original von 1924 erhalten:

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Total überrascht waren wir von der katholischen Kirche Cathedral of our Lady of the Angels. So eine Kirche haben wir noch nie gesehen, weder außen noch innen

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Die Kirche ist ganz schlicht in sandfarbenem Beton errichtet, trotzdem – oder vielleicht deshalb – erscheint sie für uns außergewöhnlich. Sie bietet etwa 3.000 Besuchern Platz beim Gottesdienst. Es gibt ein Mausoleum. Etwa 6.000 Gräber können angelegt werden: 1.200 Sargbestattungen und 4.800 Urnen. Der Prominenteste ist Gregory Peck, der hier bestattet ist. Zum Gelände gehört ein Parkhaus, große Freiflächen mit Restaurant und Café sowie ein Laden mit Souvenirs.

 

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