Methoni

Zunächst noch ein Bild vom Hafen in Pilos (siehe oben) in der Abenddämmerung. Der Ort Pilos hat mir gut gefallen: rund 3.000 Einwohner hat der lebhafte Ort selbst, mit den umliegenden Dörfern sind es fast 10.000. Ein großer Platz liegt direkt am Hafen, und um dem Platz herum findet man Geschäfte aller Art und viele Cafés und Restaurants.

Der Abend endete aber mit einem Unfall, denn Uschi stolperte und stürzte auf eine Betonstein-Kante und zog sich am Knie eine tiefe, klaffende Wunde in der Größe etwa 4 x 1 cm zu.

Wir haben zunächst einen Notverband angelegt und sind am heutigen Morgen in das örtliche „Krankenhaus“ gefahren, also in Pilos.

Dort kümmerte man sich sofort und ohne Wartezeit um Uschi. Die Wunde musste mit ein paar Stichen genäht werden und nach 30 Minuten konnten wir das Krankenhaus verlassen. Am Schluss hat uns nur nach dem Namen gefragt. Keine Anschrift von uns, keine Telefonnummer, keine Versicherungskarte, keine Rechnung…. das ist Service 🙂

Methoni (auch Modon, Modoni, Mothone oder altgr. Methone, bei Homer Pedasos) ist eine kleine griechische Hafenstadt in Messenien am südwestlichen Ende der Peloponnes mit heute etwa 2.600 Einwohnern. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer südlich von Pilos und dort gibt es eine mächtige Festung – jedenfalls was davon übrig geblieben ist – auf einer Landzunge südlich des Ortes in traumhafter Lage. Es war ein langjähriger Stützpunkt der Venizianer. Hier fanden regelmäßig große Sklavenmärkte statt, auf denen die Christen moslemische Gefangene verkauften.

Und hier sieht man schon eine Besonderheit in Griechenland, mit der wir fast täglich zu kämpfen haben und was bei uns für Verwirrung sorgt: die Angaben für einen Ort sind sehr oft sehr unterschiedlich. Dazu kommen noch die Ortsangaben in Griechisch, und da stehen wir dann komplett „auf dem Schlauch“, weil wir von der griechischen Sprache gar keine Ahnung haben. Englisch, Spanisch, Deutsch und Neusser Platt hilft gar nicht weiter, weil sich vom Griechischen nichts, aber auch überhaupt nichts ableiten lässt.

Aber nun weiter zu Methoni: Hauptsehenswürdigkeit ist – wie schon oben beschrieben – die Festung mit ihren noch gut erhaltenen Stadtmauern und Toren, die zur Landseite hin vorgelagerte moderne Festung (etwa Barockzeit) und die Ruinen in der Stadt. Ein besonderes Wahrzeichen ist der Burtzi genannte, am Südende des Kaps gelegene Meeresturm mit seiner markanten Kuppel. Dieser Turm wurde als eigene kleine Festung mit Tor und Mauer angelegt. Er diente als Landmarke an der Hafeneinfahrt, als Wachturm und wohl auch letzte Zufluchtstätte

Der Turm Burtzi
Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares