Mono Lake – Kalifornien

Heute morgen haben wir zunächst unser Frühstück im GSR-Hotel am Buffet eingenommen. 9 US$ für dieses tolle umfangreiche Frühstücks-Angebot ist geschenkt. Das Mittagessen kann man – oder muss man – dann ausfallen lassen 🙂

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Danach sind wir dann losgefahren. Über den Highway 395 bis zum Mono Lake, dort war erster Stopp. Unterwegs – noch auf dem Gebiet von Nevada – sahen wir an mehreren Tankstellen den Preis von 2,95 US$/Gallone. Nur wenige Meilen weiter, in Brigdeport, das ist dann schon wieder Kalifornien, kostet eine Gallone 4,89US$

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Der Mono Lake ist ein ganz besonderer See:

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Er ist der größte Kratersee der Welt. Das Wasser ist viermal so salzhaltig wie der Ozean. Fische können hier nicht leben… Trotzdem ist der See voll Leben. Salzkrebse und Salzwasserfliegen haben sich an die Wasserqualität angepasst und bevölkern zu Billionen den See. Sie dienen den Millionen Zugvögel, die jedes Jahr am See pausieren, als willkommene Nahrung.

Und woher kommt der hohe Salzgehalt? Die Flüsse der Sierra Nevada haben über die Jahrtausende Minerale und Sedimente in den See gewaschen. Das Oberflächen-Wasser verdunstet und übrig bleibt ein ausgesprochen alkalisches, salziges Seewasser.

Auch dieser See führt seit einigen Jahren immer weniger Wasser. Es regnet nicht mehr genug und es fällt nicht genug Schnee. Der Mono Lake ist – so schätzen die Forscher – rund 1 Mio. Jahre alt. Er war auch schon einmal 210 m tiefer. Da ist er über den Kraterrand gelaufen. Seit einigen Jahren fließt aber immer mehr Wasser ab als neu dazu kommt. Das finden wir schon ganz schön traurig.

Die Tuff-Formationen sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Natur mit einfachen Mitteln wahre Wunder zaubern kann.

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Uschi war so begeistert, dass sie eine große Fotoserie davon erstellt hat. Weiter unten zeigen wir nur einige davon. Diese unwirklich aussehenden Spiralen, Türme und Gebilde entstehen, wenn kalziumhaltiges Frischwasser aus Quellen unter dem See im Karbonat reichen Seewasser aufsteigt. Bei der Mischung dieser Wasser entsteht Kalziumkarbonat, und so entstehen diese Tuff-Strukturen. Echt grandios.

Der Mono Lake ist ein US-Nationalpark, daher war der Eintritt für uns mit dem Lifetime-Pass kostenlos. Aber sonst wäre der Eintritt schon bezahlbar gewesen: 3 US$ pro Person. Dazu gab es noch eine kostenlose Einweisung vom Ranger.

Etwas 30 Meilen südlich vom Mono Lake liegen die Mammoth Lakes, die sich rund um den gleichnamigen Ort gruppieren. Es ist ein weiträumig angelegtes und beliebtes Skiresort mit Bergen bis zu 3.300 m. Der Ort liegt auf 2.400 m. Aber nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer hat das ganze Gebiet viel zu bieten. Die unteren Seen sind im Sommer genug warm, um dort zu schwimmen oder Schlauchboote auszuleihen. Und wandern kann man ohne Ende, denn viel Trails führen von hier in das Hinterland.

Wir sind auf dem New Shady Rest Statepark Campground. Hier gibt es nur eine Dump-Station, sonst nichts.. Die Nacht kostet 22 US$.

In der Ortschaft kann man frisch gebraute Biere in der Mammoth Brewing Company trinken. Es ist die höchtsgelegene Brauerei – 2.400 Höhenmeter – an der Westküste der USA.

Besonders gut hat mir das IPA 395 geschmeckt. IPA steht für India Pale Ale und die 395 ist der Landstraße entnommen, die durch die Sierra Nevada führt. Der Highway 395 ist 2.100 Kilometer lang, er beginn in San Diego (Kalifornien) und endet an der Kanadischen Grenze im Bundesstaat Washington.

India Pale Ale (IPA) ist ein helles, starkes Bier. Dieses Bier wurde im 19. Jahrhundert in England und Schottland für die indischen Kronkolonien gebraut. Da es die lange Seefahrt überstehen musste, wurden an die Haltbarkeit besonders hohe Ansprüche gestellt. Der hohe Alkohol- und Hopfengehalt waren nötig, um die Umrundung von Afrika überstehen zu können. Den Suez-Kanal gab es zu damaliger Zeit nicht, so dass normales Bier auf den Segelschiffen mangels Kühlräumen verdorben wäre.

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2 Kommentare

  1. Mammoth Lake war super- schöner Ort ! Und die NATUR ! sehr sehr schön- die Fahrt über die HWY 375 ist sehr zu empfehlen !! Klasse !!

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