Mount Rainer (Washington)

Der ca. 4.400 m hohe Mount Rainer ragt unübersehbar aus dem Cascade-Gebirge heraus. Der Berg liegt ca. 90 km südlich von Seattle. Er ist auch der höchste Berg der zum Ring of Fire gehörigen Vulkankette

Mount-Rainier

Kein Gebiet Amerikas ausserhalb Alaskas weist so viele Gletscher auf. Es sind 26 Gletscher mit einer Eisfläche von 90 qkm. Der Glacier NP (Montana) hat „nur“ 55 qkm.

Durch seine Mächtigkeit sorgt der Mount Rainer für ein besonderes Mikro-Klima. Durchschnittlich fallen im Winter bei Paradise (Ausflugsziel am Mount Rainer) 17 Meter Schnee, der Rekord lag im Winter 1971/72 mit fast 28,5 Meter Neuschnee. Im Regenschatten des Gipfels im Nordosten sind die Niederschläge deutlich geringer, im Nordwesten dagegen höher. Die Tagestemperaturen liegen im Sommer bei Paradise um 15 Grad Celsius, im Winter um −2 Grad Celsius.

Wir hatten heute echtes Traumwetter: blauer Himmel und totaler Sonnenschein von morgens bis zum Abend. So sahen wir den Mount Rainer bei der Anreise

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Wir sind von Bellevue (Vorort von Seattle) bis Randle 232 km gefahren, incl. des Abstechers zum Sunrise Visitor Center, das leider schon geschlossen war. Es ist ohnehin eine Glückssache, dass diese Straße noch geöffnet ist. Normal ist sie nur offen von Anfang Juli bis Ende September:


Oben am Visitor Center angekommen, sahen wir die Fenster der Häuser mit Bretter vernagelt. Hier richtet man sich schon auf die großen Schneemassen ein. Ebenso die Stangen, die am Wegrand stehen, deuten auf hohen Schneefall hin. Die Stangen sind 6 bis 7 m hoch.

Und ein Bär hat sich vor einiger Zeit am Mülleimer zu schaffen gemacht:

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Nun sind wir auf dem Campground Shady Firs RV Park in Randle. Hier haben wir 50 US$ für 3 Nächte bezahlt, das sind rund 13 EUR pro Nacht. Es gibt alles hier: Full Hook-Up, 50 AMPS, schnelles W-Lan, Kabel-TV und nette Eigentümer. Wir stehen hier in einem kleinen Waldstück, ruhig gelegen, die Hauptstraße ist weit genug entfernt.

Randle ist ein Nest. Er liegt in einem teilweise 5 km breiten Tal, wo sich der Cowlitz River durch schlängelt. Angeblich hat der Ort ca. 3.000 Einwohner. Wahrscheinlich wurden Schafe, Rinder, Pferde und Hühner mitgezählt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Die Häuser haben große Weideflächen, fruchtbare Böden, und die Haustüren sind nicht verschlossen.

Nun sind wir seit einem Monat unterwegs. Hier eine kleine Übersicht über die bisher gefahrene Strecke von 3.634 km:

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