MSC Kreuzfahrt Tag 17 = Bahia de Salvador (Brasilien)

Salvador da Bahia, das schwarze Herz Brasiliens, liegt an der Nordostküste. Im 16. Jhd. war es die größte Stadt der gesamten Südhalbkugel. Heute ist Salvador ein Schmelztiegel der Kulturen und Zentrum der afrikanischen Kultur. Die Stadt an der Allerheiligen Bucht ist wohl die exotischste und exzentrischste in ganz Brasilien. Zwei Drittel der Bevökerung sind Nachfahren der schwarzen Sklaven aus Afrika. Afrikanische Riten, Kult und Religion trifft man deshalb hier überall. In der historischen Altstadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde, erinnern barocke Gebäude an die Kolonialherrschaft. Zahlreiche Kirchen und ein Markt für Kunsthandwerk befinden sich ebenso im Zentrum. Exotik pur, lebensfrohe Menschen, palmengesäumte, kilometerlange Strände, Musik und die afro-brasilianische Kultur sind überall präsent.

Salvador hat rund 3 Millionen Einwohner. Eine Stadt, die im Wesentlichen zweigeteilt ist: dort wo die Armen – meist Schwarzen – und dort wo die Reichen wohnen.Als wir uns bei der Ankunft der Stadt näherten, konnten wir eine Vielzahl von Hochhäusern ausmachen. Wir haben zum ersten Mal bei einer Kreuzfahrt an einer vom Schiff durchgeführten Exkursion teilgenommen, da uns unsere brasilianischen Freunde, Merice und Danilo, davor gewarnt haben, die Stadt auf eigene Faust wegen der hohen Kriminalitätsrate zu erkunden. Schmuck sollte man tunlichst vor dem Ausflug ablegen und auf dem Schiff im Kabinen-Tresor lassen. Sogar den Ehering. Und Rucksäcke trägt man auf dem Bauch. Und wer mit seinem Handy fotografiert und es und es mit seinen Fingerspitzen hochhält, der muss besonders vorsichtig sein, da Brasilianer schnell laufen können Also sind wir mit dem Bus zuerst zum Leuchtturm gefahren, wo sich die riesige Bucht und der Atlantik trennen.Die Bucht von Salvador ist etwa 1.200 qkm groß. Zum Vergleich: Teneriffa hat fast 2.100 qkm. Dann ging es weiter zum Stadtteil „Pelourinho“, der seit einigen Jahren zum Weltkulturerbe gehört. Ein bunter und lebhafter Ort mit einer sehr sehenswerten KircheÜberall waren Sambaklänge zu hören. Zu sehen war die starke Polizei-Präsenz, die ein sicheres Gefühl den Touristen vermitteln soll.Vom Bus aus konnten wir gut sehen, dass die Häuser fast alle mit starken Eisengittern umgeben waren und bei einige zusätzlich noch ein Wachmann den Eingang kontrollierte. Wenn man so will, dann leben die Reichen wie im Gefängnis. Zum Schluß wurden wir noch zu einer Markthalle gefahren. Das Warenangebot bestand weitestgehend aus billigen Textilien und Touristen-Tinnef. Das war schon enttäuschend und gar nix für mich… 😂Es war dann schon dunkel, als wir nach 5 Stunden sicher unser Schiff erreichten

Wie oben bereits beschrieben, ist der Stadtteil Pelourinho schön anzusehen. Aber auf dem Weg dorthin sieht man auch viel Armut: viele „wohnen“ und schlafen am Straßenrand; viele Häuser stehen leer und sind dem Verfall preisgegeben; viele suchen im Müll nach Verwertbarem; man sieht Frauen mit kleinen Kindern, die lautstark betteln, um dann das Geld an der nächsten Ecke für Drogen auszugeben; andere wiederum tragen mit Eiswasser gefüllte Putzeimer herum, um gekühlte Getränke anzubieten…

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