Nun bin ich wieder auf Teneriffa….

Am 03.10.2020 bin ich nach Teneriffa geflogen. Ich musste eine Zwischenlandung auf Gran Canaria hinnehmen, da die Condor den ursprünglich für den 30.09. gebuchten Direktflug von Düsseldorf nach Teneriffa wegen zu geringer Beteiligung storniert hat. Aber es sind besondere Zeiten und da muss man besondere Maßnahmen hinnehmen…

Das Flugzeug nach Gran Canaria war etwa zur einem Drittel voll. Es konnte also jeder eine Reihe für sich alleine belegen, Platz war ja genug. Die Flugzeit von mehreren Stunden mit Maske habe ich mir vorher schlimmer vorgestellt. Die Maske abnehmen darf man beim Essen und Trinken. Und man kann es mir glauben: ich habe noch nie so lange an einem Butterbrot gegessen 🙂

Die Einreise-Prozedur am Flughafen war ein Kinderspiel: das zuvor über eine Smartphone-App ausgefüllte Formular wurde bei der Einreise eingescannt und innerhalb von etwa 10 Sekunden gab es grünes Licht. Während dieser 10 Sekunden wurde für mich nicht merkbar die Körper-Temperatur gemessen und ich durfte zum Kofferband gehen. Also alles gut und easy…

Nun bin ich schon eine Woche hier und habe mich an die angenehmen Temperaturen von 25 -27 Grad gewöhnt. Meine Koch- und Backutensilien habe ich aufgefüllt und einige Freunde besucht und – natürlich-  über die letzten Corona-Monate gesprochen. Die Bewohner der Kanaren mussten Mitte März in eine strenge häusliche Quarantäne, Sie durften das Haus nur verlassen für Einkäufe im nächsten Supermarkt oder wenn sie zum Arzt  oder in die Apotheke mussten. Für 53 lange und harte Tage… 

Deutschland hat für ganz Spanien, und somit auch die Kanarischen Inseln, eine Reisewarnung ausgesprochen, weil die Infektionszahlen erheblich gestiegen sind. Während sie aber in den letzten 4 Wochen auf dem Festland stetig zunehmen, nehmen sie auf Teneriffa nach und nach ab. Leider gibt es steigende Infektionszahlen auch in den Ländern, die für den Tourismus auf den Kanaren wichtig sind, so z. B. in Deutschland, England, Frankreich, Italien. Das führt dazu, dass kaum Touristen anzutreffen sind. Man kann das ganz deutlich feststellen, wenn man an die Strandpromenaden besucht und sich die Strände anschaut. Viele Hotels haben immer noch geschlossen.

Einen ganz anderen Eindruck habe ich aber vom „normalen“ Leben der Inselbewohner. Hier in Playa San Juan (und auch im Nachbarort Alcalá) habe ich nur ein Restaurant gefunden, das geschlossen hat. Und  die Geschäfte, die es hier gibt, sind alle offen. Die großen Supermärkte wie Lidl, Mercadona, Hiper-Dino sowieso.

Deutlich weniger Betrieb habe ich im Fitness-Center von Adeje und auf der Autobahn in Richtung Flughafen festgestellt. Was mich einerseits freut, dass an vielen Orten weniger los ist, ist andererseits schon ein Problem für alle, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Ich habe mit einigen Restaurant- und Ladenbetreiber gesprochen und sie sagen gleichlautend: Die Miete kann zur Zeit nicht erwirtschaftet werden, eigentlich müssten sie aufgeben, aber sie hoffen, dass mit Beginn der nun einsetzenden Hauptsaison alles besser wird. Man möchte den Optimismus nicht dämpfen, aber ich glaube kaum, dass aufgrund der neuen Corona-Fälle in naher Zukunft ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen sind. Aber wie heißt es immer: die Hoffnung stirbt zuletzt….

Ich jedenfalls fühle mich sehr wohl hier: es ist warm, um 18:40 Uhr noch 29 Grad und es ist noch immer hell, wogegen es in Deutschland schon längst dunkel ist. 

Es macht Spaß, jeden Mittag zu kochen und ein neues Gericht auszuprobieren. In letzter Zeit hole ich mir die Kochideen vom Zentrum der Gesundheit. Dort sieht man Ben, den asiatischen Koch, der allein schon durch seine sympathische Ausstrahlung dazu anregt, die einfachen aber leckeren Gerichte nachzukochen.

Heute habe ich die erste Wanderung unternommen:

Eine sehr schöne und sehr abwechslungsreiche Wanderung: man geht hoch und runter; man geht auf unterschiedlichem Untergrund, also mal auf Geröll, dann über kleine Felsbrocken, über Waldwege und auch über einen Teppich aus Kiefernadeln. Der Weg geht durch freies Feld, dann wieder durch den Wald. Er führt teilweise über 2 Meter breite Wege, aber auch über einen vielleicht nur 40 cm breiten Trampelpfad, an dem es auf der einen Seite 200 m hoch geht und auf der anderen Seite 300 m steil abwärts. Manchmal glaubt man sich im „Dschungel“ und sieht nur 30 m weit, manchmal wird der Blick auf den Atlantik und auf das Dorf Masca freigegeben. Sonne und Schatten wechseln sich ab. Das alles wird abgerundet durch den angenehmen Duft des Kieferwaldes…

Kurz gesagt: die Tour wird mit Sicherheit noch einmal in Angriff genommen 🙂  

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
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4 Kommentare

  1. Hallo Waldemar,

    vielen Dank. Es wäre schön, wenn du mal wieder kommen würdest…
    Aber ich habe da kaum Hoffnung, denn statt „in Rente zu gehen“ und den Lebensabend mit der lieben Anita zu genießen, baust du ein europäisches Immobilien-Netzwerk und hast immer mehr Arbeit 🙂

    Liebe Grüße

  2. Hallo Rolf,

    vielen Dank.
    Aber meine Berichte sind doch immer positiv… 🙂

    Auch euch alles Gute….

  3. Hallo Walter,

    Es tut mal gut, einen positiven Bericht von Dir zu lesen.
    Gerne würde ich ja auch nach Teneriffa kommen, nur ist das im Moment schlecht.
    Wir erwarten am 3.1.2021 unser zweiter Enkelkind.
    Natürlich kann es auch schon im Dezember kommen, deshalb haben wir der jungen Familie jegliche Unterstützung zugesagt.
    Aber…aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
    In diesem Sinne, Alles Gute und Grüße an Deine Familie,
    Dein Rolf

  4. Hallo Walter, danke f. Deinen schoenen Bericht. Man bekommt richtig Fernweh. Wenn ich an die Insel denke.
    Vor allem auch die Wärme und Ruhe und Einfachheit und Freundlichkeit der Bewohner geht mir ab.
    Vielleicht klappt es noch in diesem Jahr, dass ich kommen kann. Ich hoffe. Dir wunsch ich noch einen angenehmen Aufenthalt!
    Liebe Gruesse Anita und Waldemar

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