Oregon´s nördliche Küste

Das schöne Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad C ist nun in den nördlichen US-Staaten Washington und Oregon für dieses Jahr scheinbar endgültig zu Ende. Es kommt der Herbst mit Riesenschritten, also Regen und fallenden Temperaturen.

Schon in der letzten Nacht hat es bis zum frühen Morgen heftig geregnet. Das Thermometer fiel tagsüber auf 16 Grad und in den kommenden Tagen soll es nicht besser werden

Wetter-Florence

Aber wir hatten heute bis gegen 18 Uhr Glück. Die Sonne schaffte es zwar nicht, sich gegen die dicke Wolkendecke durchzusetzen, aber es blieb – Gottlob – trocken

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Wenn man die Prospekte liest, die man im Visitor Center zu Oregon bekommt, dann steht dort drin, dass sich das Wetter innerhalb von 5 Minuten ändern kann. Ganz gleich ob Sommer oder Winter. Daher werden zwei Ratschläge gegeben:

  • wenn das Wetter schlecht ist, dann 5 Minuten warten 🙂
  • und dann der Satz, der weltweit bekannt ist: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung…

Trotz der dicken Wolkensuppe ist die Küste wirklich atemberaubend (steht so auch im Prospekt). Wir fragen uns, wie schön mag es hier bei Sonnenschein sein? Die Strände sind endlos lang. Zu sagen, sie sind kilometerlang, reicht einfach nicht. Oregon hat fast 600 km Küste. Was wir heute gesehen haben, hat uns – ich wiederhole mich – trotz des Wetters sehr gut gefallen. Und wenn man mit Amerikanern über die Oregon-Küste spricht, dann geraten sie ins Schwärmen und sagen übereinstimmend sofort ein Wort: beautiful… Der Highway 101 zieht sich an der ganzen Küste entlang und gibt immer wieder traumhafte Blicke auf das Meer frei.

Wir sind nun kurz vor Florence – genannt Rhododendron-City. Von Lincoln City sind das 134 km


Nach dem wir unsere Walking-Stunde zu Ende hatten – wir sind immer am Strand entlang gelaufen – sind wir nach Newport gefahren.

Newport ist eine kleine Hafenstadt mit ca. 10.000 Einwohner. Ganz in der Nähe der schönen Yaquina Bay Bridge, knapp 1.000 m lang,…

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…findet man eine Touristenmeile (Bayfront), mit vielen Cafés, Restaurants, Kneipen, ein paar kleine Läden und zwei Fischfabriken. Und eine Brauerei in einem alten Hafenlagerhaus, die Rogue Brauerei, die ebenfalls viele gute Biere braut 🙂

Die Brauerei ist weit über Oregons Grenzen bekannt. Nicht nur für die Biere, sondern auch für das leckere Essen. Der Braumeister John Maier (man achte auf den Nachnamen) braut besonders gut die dunklen „Rauchbiere“, wie man sie aus der Gegend von Bamberg kennt.

Steht man gegenüber der Brauerei am Kai und schaut sich die schönen Fischerboote an, die noch jeden Tag in See stechen, so hört man schon die Seelöwen „bellen“, die sich ganz in der Nähe auf einem Holzsteg und auf einer kleinen Insel befinden.

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Zur Zeit gibt es leider nur einen Holzsteg, und dort ist das Gedränge der Seelöwen groß. Bis vor einiger Zeit gab es weitere Holzstege, aber die waren nach fast 20 Jahren so morsch, dass sie das Gewicht der vielen Tiere nicht ausgehalten haben.

Es sind Kalifornische Seelöwen. Und zwar nur männliche. Sie kommen von Oktober bis Juni hierhin. Die Weibchen und die Jungtiere bleiben das ganze Jahr im warmen Wasser von Kalifornien.

Vor Florence konnten wir noch einen Stopp am Butterfass des Teufels = Devil´s Churn einlegen. Das ist eine tiefe Felsspalte, aus der die Meeresbrandung als beiger Schaum quillt. Bei Flut und bei gleichzeitigem Sturm kann das Wasser schon mal mehrere hundert Meter hoch spritzen

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Im ersten Moment dachten wir, dass jemand einen großen Eimer Farbe hinein geschüttet hat. Aber es soll tatsächlich die aufschäumende Brandung sein.

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