Oxford



 

Nun sind wir in Oxford. Die Stadt liegt an Themse und London sind es rund 90 km. Oxford hat über 152.000 Einwohner und ist Sitz der alten und berühmten Universität Oxford und der Oxford Brookes University.

Oxford ist bekannt als city of dreaming spires, ein Begriff, den Matthew Arnold aufgrund der harmonischen Architektur der Universitätsgebäude prägte. Anders als der große Rivale Cambridge ist Oxford zugleich eine Industriestadt. In einem Vorort gründete William Morris die Morris Motor Company. Wegen dieser Industrialisierung gewann Oxford 40.000 mehr Bewohner. Das von ihm begründete Werk produziert heute noch Autos und gehört mittlerweile als Produktionsstätte des Mini zum BMW-Konzern.

Die Stadt hat eine große Vergangenheit und eine eindrucksvolle Architektur.

Dank der vielen Studenten ist die Stadt jung geblieben. An den 38 Colleges gibt es über 21.000 Studenten. Zur Zeit sind aber Semesterferien und daher sieht man keine Studenten in schwarzen Talaren und Doktorhüten, wie es in manchen Colleges bei Klausuren Tradition ist.

Viele Gebäude oder Gärten kann man besichtigen, ob Colleges oder Kirchen, bei fast allen ist Eintritt zu zahlen. Besucht man nur 3 von ihnen, ist man schnell rund 50 GBP pro Person los…

Am Vormittag war noch vergleichsweise wenig Betrieb in der City. Aber ab Mittag wurde es richtig voll. Aufgefallen sind und die vielen Touristen, insbesondere aus asiatischen Ländern.

Am späteren Nachmittag sind wir zu einem Dorf-Pub zum Übernachten gefahren. In North Marston leben ca. 400 Menschen, die zum Teil täglich mit Bus und Zug nach London zur Arbeit fahren. London ist – we schon gesagt –  ca. 90 km entfernt. 

Der Dorf-Pup heißt The Pilgrim Pub und hat nur einen kleinen Parkplatz, aber einen großen Biergarten. Die Speisen in der Küche werden alle frisch zubereitet. Auf der Speisekarte steht, dass man daher mindestens 20 Minuten Geduld braucht. Die Geduld hatten wir und haben hervorragende Menus bekommen.

Die Gegend hier wo wir sind nennt sich Cotswolds. Die Cotswolds sind eine Region Englands, die mitunter auch als das Herz Englands bezeichnet wird. Es handelt sich um eine hügelige Landschaft, die von Südwesten nach Nordosten durch sechs Grafschaften verläuft.

Der für die Region charakteristische Kalkstein wurde in vielen Kleinstädten und Dörfern als Baumaterial eingesetzt. Im Mittelalter profitierte die Region sehr vom Wollhandel und der so gewonnene Reichtum wurde auch für die Schaffung religiöser Bauten eingesetzt. Die Gegend ist wohlhabend geblieben, da vermögende Londoner hier häufig einen zweiten Wohnsitz haben oder sich in dieser Gegend zur Ruhe setzen.

Wie schon an anderer Stelle berichtet, ist die Parkplatzsuche in der Innenstadt ein Problem. Es gibt einen Parkplatz in der Nähe vom Bahnhof, der um 7 Uhr öffnet. Aber um 7:30 Uhr war er bereits vollständig belegt und wir mussten zu einem Park and Ride Parkplatz fahren und von dort aus mit dem Bus zur Innenstadt. Das Busticket für die 20 Minuten Busfahrt kostet 4,60 GBP für hin und zurück. Und für 2 Personen. Also ist besser, mit dem Bus zu fahren.

 

 

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