Petriti und Lefkimmi

Von Sylvia und Michi haben wir den Tipp bekommen, nach Petriti zu fahren. Das haben wir gemacht. Petriti im Süden von Korfu ist ein vergessenes Fischerdorf. Gott-sei-Dank, dass es vergessen ist: kaum Touristen, nur wenige Tavernen, ruhig, verträumt, beschaulich… freundliche Tavernen-Besitzer, die uns warme Duschen und WC anboten, nach dem wir erzählten, dass wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind…

Wir haben dort im Schatten eines großen Olivenbaumes übernachtet. Ruhig und relativ kühl. Zu den Temperaturen ist zu sagen: seit ein paar Tagen ist das Thermometer um die 35 Grad geklettert und wir müssen feststellen: aus Griechenland sollte man sich Mitte Juni verabschieden…. Ich weiss gar nicht, wie die Leute das im Juli und August aushalten können…

In Petriti saßen wir an einer Pool-Bar. Der griechische Eigentümer, nun so etwa 50 Jahre jung, sprach perfekt Deutsch, denn er war in Deutschland geboren und ist in den ersten 25 Lebensjahren in Braunschweig aufgewachsen. Er sagte uns, dass es im Juli und August unerträglich heiß in Griechenland ist… Das bestätigt unseren Eindruck.

Am nächsten Tag haben wir Lefkimmi besucht. Eine kleine Stadt mit 3.000 Einwohner, im Süden der Insel gelegen. Lebhaft und recht nett mit einem Kanal, auf dem viele Boote stehen. 

Danach sind wir nach Kavos gefahren, nur wenige Kilometer südlich von Lefkimmi. Wir dachten, wir sehen an der südlichsten Spitze von Korfu noch einen verträumten, einsamen Strand….

Falsch gedacht. Kavos ist: Hölle Hölle Hölle…. man glaubt es kaum: Kavos voll in englischer Hand. Kilometerlange Straße mit Kneipen, Spielhöllen, Fish and Chips-Läden… Das ganze Programm für englischen Billig-Tourismus. Wir sahen morgens um 08:30 Uhr schon alkoholisierte Jugendliche torkelnd über die Straße laufen… einfach nur schrecklich. Etwas Schlimmeres haben wir noch nie gesehen… 🙁

Also ab nach Port of Lefkimmi, ab aufs Boot und Fahrt nach Igoumenitsa. Dort warten unsere Freunde Heidi und Burkhardt auf uns und wir verbringen die letzten 3 Tage in Griechenland auf einem Campingplatz, im Schatten…

Wir kochen gemeinsam – wir haben heute frisch gefangenen Fisch gekauft – und lassen unseren fast 2-monatigen Aufenthalt in Griechenland ganz relaxt ausklingen, bevor wir am Samstag die Fähre in Richtung Bari/Italien nehmen.

 

 

 

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