Physiotherapie auf Teneriffa

Erst nach meiner Hüft-OP habe ich Bekanntschaft mit Physiotherapie bzw. mit Physiotherapeuten gemacht. Physiotherapie ist ein anderes Wort für Krankengymnastik. Und die brauchte ich bis vor der Hüft-OP nicht – Gott sei Dank nicht – in Anspruch nehmen. 

In den letzten 3 Monaten habe ich verschiedene Therapeuten kennen gelernt: In der Klink in Detmold, in der Reha-Klinik in Bad Driburg, danach 2 Therapeuten in Lemgo. Und Silke und Christof Walter in Las Americas auf Teneriffa, die im Deutschen Ärztezentrum tätig sind:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ich eine Rangliste erstellen müsste, so stehen die „Walters“ mit Abstand ganz oben, danach kommt erst einmal eine große Lücke, und dann kommen andere.

Das Ehepaar Walter machte sofort einen äußerst sympathischen Eindruck auf mich. Mitfühlend, einfühlsam. Uschi, die ein paar Tage später als ich die beiden kennen lernte, konnte nur zustimmen.

Hervor zu heben ist die Kompetenz der beiden, die ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben. Man merkt sehr schnell, dass es hier nicht um das Abarbeiten eines Schemas geht. Hier wird nicht so genau auf die Uhr geschaut, wie ich das in Deutschland erfahren habe: Nach 20 Minuten – auf die Sekunde genau – war z. B. in Lemgo die Zeit um und der nächste Patient wartete schon vor der Türe. 20 Minuten für:  Kleidung ausziehen, Besprechung mit dem Therapeuten, und am Ende sich wieder anziehen. Da kann jeder ausrechnen, wie viel Zeit von den 20 Minuten für die eigentliche Behandlung übrig bleibt. Daher ein dreifaches Hoch auf die deutsche Sozial-Gesetzgebung, zumal die deutschen Krankenkassen noch keine 10 EUR den deutschen Therapeuten vergüten 🙁 

Eine Therapie-Einheit dauert bei den Walters 40 Minuten. Oft auch mehr. Das ist auf jeden Fall erheblich effizienter. Beide denken sich in die Probleme ein, die ich als Patient vortrage und vermitteln den Eindruck, dass es ihnen in erster Linie darum geht, dass die Gesundheit so schnell wie möglich wieder hergestellt wird. Natürlich – und das ist legitim – sind die Therapie-Einheiten nicht kostenlos. Aber beide leisten hervorragende Arbeit und daher ist das Honorar mehr als angemessen.

 

 

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