Red Canyon – Utah

Für den heutigen Nachmittag sind weitere Regenfälle angekündigt worden. Daher sind wir auf dem Paradise-Campground in Panguitch geblieben, denn hier haben wir die volle Versorgung mit Wasser, Strom und Internet.

Den Vormittag haben wir für den ersten Ausflug mit dem PKW zum Bryce Canyon NP genutzt. Erste Anlaufstelle war der Nord-Campground im Nationalpark, den man leider nicht kurzfristig buchen kann, sondern man muss „auf gut Glück“ kommen, und wenn etwas frei ist, dann kann man diesen Stellplatz belegen. „First come, first serve“ sagt man hier…

Wir trafen auf dem Campground einen freundlichen Ranger, der ein kleines Schild am Stellplatz aufstellte, dass wir 12.06. für 3 Nächte kommen. Also werden wir morgen mit dem Wohnmobil in den Bryce Canyon fahren.

Schon auf der Hinfahrt und auf der Rückfahrt haben wir am Red Canyon angehalten, zumal das Wetter – mal Sonne, mal Wolken – es der Uschi ermöglichte, Fotos zu machen, wie man hier sieht:

redcanyon1

redcanyon3

redcanyon2

Auch ich habe viel fotografiert und dann passierte, was jedem Genie einmal passiert: ein brutaler Anfängerfehler. Keine SD-Karte im Fotoapparat. Das ist so das Schlimmste, was einem Fotografen passieren kann 🙂 Erst nach dem 50. Foto sah ich zufällig im Display: keine SD-Karte…. Ärger und Spott war da groß 🙁

Nun ja, wir fahren ja morgen noch einmal diese Strecke, aber dann mit SD-Karte. Versprochen!

Der Red Canyon befindet sich etwa 15 km nordwestlich vom Bryce-Canyon-Nationalpark und liegt auf dem Colorado-Plateau. Wasser, Wind und Eis erodierten das Gestein der Hochebene zu bizarren roten Felsnadeln, den so genannten Hoodoos, die eine Höhe bis zu 60 Meter erreichen. Ihre intensive rote Färbung erhielt die Gesteinsschicht durch das in ihr enthaltene Eisenoxyd.

Die Entwicklung von Hoodoos kann man hier gut nachvollziehen:

Hoodoos

Die Grundlage für die Hoodoos bilden Sedimentkalksteine, welche sich durch unterschiedlich harte Sedimentschichten auszeichnen. Diese Ablagerungen stammen im Fall des Bryce-Canyon-Nationalparks aus einem großen See, welcher vor etwa 40 Millionen Jahren einen großen Teil von West-Utah bedeckte. Die Formation wird als Claron-Formation bezeichnet, der nicht mehr existente See als „Claron Lake“.

Die Indianer, die früher hier lebten, waren der Meinung, dass Hoodoos verzauberte und versteinerte Menschen sind. Sie glaubten, viele Situationen des täglichen Lebens mit Hilfe übernatürlicher Kräfte beeinflussen zu können. Zu den Hoodoo-Praktiken zählen z. B. Weissagungen, Verwünschungen, Behandlung von Krankheiten und Amulette bzw. Talismane, die gegen Unheil schützen oder Glück bringen.

 

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