Regenbogenfarbenverbot

Was steckt dahinter, dass die UEFA verbietet, dass das Stadion in München nicht in Regenbogenfarben angestrahlt werden darf? Einfache Antwort:

Das schnöde Mammon.

Zunächst zum Hintergrund: Die ungarischen Regierung hat die homo- und transphoben Gesetze verschärft und weitere Einschränkungen erlassen, die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität eingeschränkt und all das wurde erst am gestrigen Dienstag vom ungarischen Parlament gebilligt. 

Die UEFA wirbt seit einiger Zeit mit dem Schlagwort „Respect“ und vor fast allen Fußballspielen, die im Fernsehen zu sehen sind, wird ein kurzes Video gezeigt, in dem die europäischen Top-Fußballspieler für gegenseitigen Respekt, Toleranz, gegenseitige Anerkennung und Freiheit in der Gesellschaft einstehen.

In den Monaten der Pandemie, als die Corona-Maßnahmen in vielen europäischen Ländern die Reisen der Fußballmannschaften verkomplizierten und manchmal sogar verhinderten, konnte sich die UEFA stets auf Ungarn und dessen Präsident Viktor Orbán verlassen und Budapest wurde zum Notfallspielort, was der UEFA zu weiteren Einnahmen verhalf. 

Es fing an mit dem Supercup zwischen dem FC Bayern München und dem FC Sevilla im vergangenen September, der eigentlich in Porto hätte stattfinden sollen. Es setzte sich dann fort mit mehreren Champions-League-Spielen, für die die Mannschaften in Ungarn ein- und ausreisen durften, ohne sich davor oder danach in Quarantäne begeben zu müssen.

Wie oben geschrieben: Das schnöde Mammon.

 

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