Rehabilitation (Reha)

08.10.2016

Seit gestern bin ich wieder zu Hause in Lemgo. Ich habe meine Anwendungen, die für den heutigen Samstag vorgesehen waren, auf letzten Donnerstag und Freitag verlegen lassen, so dass ich statt am kommenden Montag bereits gestern die Klinik verlassen konnte.

Das Entlassungsgespräch mit dem Arzt fand gestern Vormittag statt. Der Arzt zeigte sich sehr zufrieden. Er erlaubte mir das Autofahren und meinte, dass ich noch ca. 14 Tage eine Krücke zur Hilfe nehmen soll. Merkwürdig ist, dass die Ärzte sich alle sehr zufrieden mit meinem Heilungsverlauf gezeigt haben, ich selber aber nicht so begeistert bin. Immer noch machen mir die Muskeln im operierten Bein zu schaffen, insbesondere im Knie. In der kommenden Woche werde ich mit Krankengymnastik weiter machen und darüber hinaus verschiedene Übungen durchführen, die man mir in der Klinik ans Herz gelegt hat.

Über die Reha-Klinik kann ich nach drei Wochen nur positives sagen.  Wie ich von anderen Patienten erfahren habe, ist ein Großteil der Zimmer bereits modernisiert worden. Ich hatte ja noch ein Zimmer aus der Zeit, als die Klinik gebaut wurde, also vor 42 Jahren. Aber das war mir nicht wichtig.

Wichtig war für mich, dass es viele verschiedene Anwendungen gab, die Geräte auf neuestem Stand waren, das Schwimmbad (Bewegungsbad) eine angenehme Temperatur hatte, und alle Mitarbeiter sehr freundlich waren. Wenn man wollte, konnte man sich den ganzen Tag beschäftigen.

Interessant war auch das Ergebnis der Ganganalyse. Auf einer Unterlage musste ich mehrmals hin- und hergehen und die Bewegungen wurden von einem Computer aufgezeichnet und dann an einem Farbdrucker ausgedruckt. So kann man genau die Druckverteilung, die Kraft, die Schrittlänge, die Geschwindigkeit usw. der beiden Beine vergleichen und Fehler beim Gehen versuchen zu korrigieren

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Und das Essen – man muss berücksichtigen, dass fast 300 Patienten dort untergebracht sind – war abwechslungsreich und ausreichend.

Ich kann die Klinik nur jedem empfehlen, es gibt für mich keinen Grund zur Klage. Bis auf meine Muskeln…. 🙂

05.10.2016

Nun ist der Herbst eingezogen. Indian Summer in Bad Driburg 🙂 Die Temperaturen sind auf rund 10 Grad gefallen…

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Seit gestern spüre ich einen Rückgang der Muskelschmerzen. Es mag daran liegen, dass ich Montag, Dienstag und heute nur meine verordneten Anwendungen durchgeführt und auf zusätzliche Übungen und Fußmärsche verzichtet habe. Bei der heutigen Chefarzt-Visite wurde ich wieder gründlich untersucht und man zeigte sich sehr zufrieden mit meinem jetzigen Zustand. Mein linkes (operiertes) Bein kann ich nun schon über einen halben Meter anheben, wenn ich ausgestreckt im Bett liege. Das war ja in den ersten 3 Wochen nach der OP nicht für einen einzigen Millimeter möglich. Am Muskelaufbau muss weiter gearbeitet werden. Zum Glück habe ich bereits vor der OP Anschluss-Termine für die Krankengymnastik in Lemgo vereinbart, so dass es dort am kommenden Montag nahtlos weiter gehen kann. Der Chefarzt hat auch keine Einwände, wenn ich Ende Oktober nach Teneriffa fliege und dort die Krankengymnastik weiter führe. Ich werde nur noch morgen und übermorgen meine Anwendungen hier in dieser Klinik absolvieren und Samstag morgen „wegen guter Führung“ nach Hause entlassen… 🙂

03.10.2016

Heute Morgen war ich früh wach und konnte nicht mehr einschlafen. Starke Schmerzen in linken, also operierten Bein. Schmerzen in beiden Kniekehlen. Das scheint wohl normal zu sein. In einem Internet-Forum schilderte ein Hüft-Patient ähnliche Schmerzen im Knie und die Antwort war:

Das hatte ich auch. Das hat sich aber nach etwa 2 Wochen wieder gelegt. Der Körper muß nach einer solchen OP sein Gleichgewicht wieder finden im Bezug auf die Statik, die sich ja doch verändert. Du gehst jetzt ja auch anders, weil du keine Schmerzen mehr (in der Hüfte) hast. Ich glaube das hier etwas Geduld hilft.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich letzte Woche zuviel unterwegs war. Daher habe ich heute eine Ruhepause eingelegt und bin nur ganz wenig gelaufen. Morgen um 08:30 Uhr habe ich einen Termin beim Arzt, mal sehen, was der sagt…

01.10.2016

Es gibt bei einer Hüft-OP ganz unterschiedliche Operationsmethoden. Die „modernste“ Methode ist die AMIS-Methode.

Ein sehr interessantes Video, wie bei der AMIS-Methode operiert wird, ist nachfolgend zu sehen. Aber auch hier keine Sorge: es ist kein Blut zu sehen:

Auf der Internet-Seite der Klinik heißt es:

Um an das Hüftgelenk zu gelangen, wählen die Operateure der Arthro Clinic Hamburg einen minimalinvasiven, absolut muskelschonenden Zugang zur Hüfte.

Während bei den in Deutschland üblichen Operationstechniken die Muskulatur vom Oberschenkelknochen abgelöst werden muss, können wir mit dem sogenannten „Vorderen Zugang“ (ventraler Zugang, anteriorer Zugang, AMIS) komplett auf die Ablösung von Muskulatur verzichten. Bei dieser Technik schlängelt sich der Operateur zwischen natürlichen Muskellücken hindurch. Die Muskeln werden nur zur Seite geschoben und nicht verletzt.

Die Vorteile dieses Operationszuganges liegen auf der Hand: Da keine Muskulatur abgelöst werden muss, bleibt die Kraft der hüftumgebenden Muskulatur nach der Operation komplett erhalten. Auch die Schmerzen sind minimal, so dass die Rehabilitation rasche Fortschritte machen kann.

Wenn man im Internet nach Kliniken sucht, die dieses Methode anwenden, so wird man schnell fündig. Zum Beispiel die Facharztklinik in Essen.

30.09.2016

Die Muskelschmerzen im operierten Bein wollen nicht weniger werden. Ich weiss, ich bin ungeduldig.. Aber wie schon anderer Stelle erwähnt, geht es nicht nur mir so. Hier in der Klinik gibt es keinen Hüft- oder Kniepatienten, der schmerzlos ist. Fast alle meiner Hüft-Leidensgenossen haben sehr ähnliche Probleme. Schmerzen von den Gesäßmuskeln bis zum Fußgelenk.

Heute fand ich im Internet einen Bericht zum Thema Hüfte, den ich hier teilweise wiedergebe und der zeigt, wie kompliziert es ist:

Die Hüfte kann echte Rätsel aufgeben, denn eine Hüftverletzung kann sich durch Muskelschmerzen in Oberschenkel oder Gesäß, aber auch durch Schmerzen in der Lenden- oder Bauchmuskulatur äußern. Der Aufbau des Hüftgelenks erschwert die Diagnose. Damit das ganze System ordnungsgemäß funktioniert, muss nicht nur das Gelenk reibungslos gleiten können, sondern auch die 27 Muskeln, die über dieses Gelenk verlaufen, müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein.

28.09.2016

Gestern hatte ich Familien-Besuch: Mein Sohn Thomas und sein Sohn Jonas sowie die Uschi mit Enkeltochter Melina waren bei mir in der Klinik. Wir sind haben gemeinsam zum Kurpark spaziert und die beiden Enkel-Kinder konnten die ganze Strecke mit ihrem Laufrad fahren.

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Der Kurpark ist wirklich sehenswert. Er befindet sich im Privatbesitz der Familie Graf von Oeynhausen-Sierstorpff und ist aufgrund seiner außergewöhnlichen Lage und Gestaltung einer der Ankergärten im Europäischen Gartennetzwerk.

Leider habe ich mich bei der Gesamtlänge von Hin- und Rückweg total überschätzt. Es plagen mich Muskelkater in beiden Beinen…

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Heute war das normale Programm an Anwendungen zu bewältigen. Darüber hinaus war Chefarzt-Visite. Der Arzt hat mich gründlich untersucht und erklärt, dass sich meine Muskel erst wieder neu orientieren müssen, was bis zu 6 Monate dauern kann. Aufgrund von Schonhaltungen vor der OP und bei der OP selbst sind Muskel unterschiedlich bzw. nicht richtig beansprucht worden. Es heißt eben: Geduld haben….

26.09.2016

Es geht auch in der 2. Woche weiter mit den verschiedenen – verordneten – Anwendungen und den Übungen, die man auf Anraten der Physiotherapeutin machen sollte, z. B. Fahrradfahren am Ergometer, Krafttraining im Fitness-Raum. Die Muskeln müssen weiter aufgebaut werde.  Darüber hinaus kann man täglich das Schwimmbad nutzen. Unter Wasser verhält sich der „Bewegungsapparat“ ganz anders, da das Körpergewicht nur rund ein Fünftel beträgt und alles viel leichter ist.

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25.09.2016

Sonntag ist Ruhetag in der Klinik. Und Familientag. Viele Patienten bekommen Besuch von der Familie. Uschi und Chico waren auch hier und wir konnten das sehr schöne Wetter nutzen, einen Spaziergang zu machen. Danach Entspannung in Sonnenliegen auf der Liegewiese der Klinik.

24.09.2016

Heute ging es schon um 7 Uhr los mit einer Kaltmoorpackung, die nur 4 Grad C hat. Sie wird mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen – wenn die Schnittwunde verheilt und trocken ist – direkt aufgetragen. So wirkt Moor schmerzlindernd und durchblutungsfördernd. Nach dem Frühstück besuchte ich einen Vortrag über „Hilfsmittel im Alltag“. Die Frage ist ja für die Hüft-Patienten z: B.: wie kann ich eine Socke am operierten Bein anziehen. Die ersten 6 bis 8 Wochen darf man das Bein nicht höher als 90 Grad anheben, da sonst die Gefahr besteht, dass beim neuen Gelenk die Kugel aus der Pfanne rutscht.

Danach habe ich den ersten größeren Spaziergang unternommen. Das Wetter war heute sehr gut und die Sonne lockte mich nach draußen. Eine Stunde lang war ich mit nur einer Krücke unterwegs, incl. 2 Pausen.

Um 13 Uhr dann 30 Minuten Bewegung im Schwimmbad. Natürlich unter fachlicher Anleitung.  Wassertemperatur 32 Grad C. Herrlich. Danach Feierabend für heute…

23.09.2016

Die Nacht war bereits um 5 Uhr zu Ende. Geschlafen habe ich gut, nur eine Unterbrechung in der Nacht. 5 Uhr ist ja für mich nichts besonderes, weil ich notorischer Frühaufsteher bin.

Allerdings habe ich erst mal eine halbe Stunde gebraucht, um den Bewegungsapparat einigermaßen auf Vordermann zu bringen. Die Muskulatur an der Hüfte, aber auch die gesamte Bein- und Rückenmuskulatur hat sich durch die fast einjährige Erkrankung verändert. Es ist eine Schonhaltung entstanden, die ein verändertes Zusammenspiel der Muskeln herbeigeführt hat. Dieses Zusammenspiel wieder zu normalisieren oder wenigstens in den bestmöglichen Zustand zu bringen, ist Aufgabe der ambulanten oder stationären Rehabilitation. Sie wird durch mein Eigentraining unterstützt. Und das verursacht eben die Schmerzen, die ich habe.

An Anwendungen gab es heute eine Hochvolt-Therapie, Kaltmoorpackung und Gruppengymnastik. Hinzu kommt ja immer das, was ich jeden Tag machen soll, und das sind verschiedene Übungen im Fitness-Studio.

22.09.2016

Bereits um 08:30 Uhr ging es los mit Rückenmassage. Bis um 15:30 Uhr erfolgten verschiedene Anwendungen, wie Gruppengymnastik, Einzelgymnastik und Gedächtnistraining. Ebenso besuchte ich einen Vortrag zum Thema „Künstliche Gelenke“, der sehr interessant aber mit 75 Minuten schon ziemlich lang war. Hüftpatienten haben nämlich ein Problem: sie sollen und können nicht so viel sitzen. Der Orthopäde Dr. Lenz erklärte u. a., dass es bisher nicht erforscht und somit nicht klar ist, wo Arthrose herkommt. Warum hat jemand, der 50 Jahre im Straßenbau gearbeitet hat keine Beschwerden, wogegen die Sekretärin in Alter von 60 Jahren eine künstliche Hüfte bekommt?

Heute gab es wieder einen neuen Terminplan für mich. Ab Samstag kommen Anwendungen im Schwimmbad dazu.

Die Schmerzen in der Hüfte gehen langsam zurück. Tagsüber merke ich keine Hüftschmerzen. Aber meine Muskeln schmerzen schon, und zwar vom den Po-Backen über Oberschenkel bis zum Fußgelenk. Aber damit bin ich nicht alleine. Auch anderen Patienten geht es so…

21.09.2016

Heute war der erste Tag, an dem gezielte Anwendungen erfolgten, siehe Plan. Lediglich die Muskelstimulation entfiel, weil meine Muskeln noch stark genug sind. Die Muskelstimulation ist nur für Patienten, deren Muskel total schlapp sind…

Gegen frühen Nachmittag kam die Uschi und wir konnten mit unserem Chico eine runde um die Klinik machen (mit nur einer Krücke) und uns danach bei herrlichem Sonnenschein in die Sonnenstühle legen, die an der Klinik bereit stehen

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Am Abend habe ich dann noch 10 Minuten am „Motomed“, also eine Art  Ergometer, meine Beinmuskeln trainiert, was mir von der Krankengymnastin empfohlen wurde:

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Letzte Nacht habe ich auf der weicheren Matratze schon erheblich besser geschlafen, aber um 5 war die Nacht dann doch zu Ende…

20.09.2016

Die Nacht war grausam. Zusammen gerechnet habe ich vielleicht 3 Stunden geschlafen. Der Grund: eine eisenharte Matratze hat mir das Leben zur Hölle gemacht. Enorme Rückenschmerzen. Am Morgen ging es mir erheblich schlechter, als gestern. Um 07.15 Uhr war ich der erste im Schwesternzimmer: Blutabnahme und Urin abgeben, da man hier ebenfalls die Werte messen will. Bei der Schwester habe ich den Wunsch geäußert, eine andere Matratze zu bekommen. Die kam dann eine Stunde später.

Jeder Patient hat seinen eigenen Briefkasten. Dort soll man dreimal täglich hinein schauen, ob ein Terminplan für die Anwendungen vorhanden ist bzw. ob es Änderungen am Terminplan gibt. Mein erster Blick in den Briefkasten war um 7. Nichts drin. Dann um 8. Nichts drin. Dann um 9. Nichts drin. Rückfrage am Empfang: das dauert bei Neuaufnahmen etwas länger, kommen Sie in 45 Minuten nochmal. Also bin ich wieder hoch auf mein Zimmer gegangen. Im Flur empfing mich die Schwester: warum sind Sie nicht bei Ihrer ersten Anwendung?   Sorry, sagte ich, ich habe noch gar keinen Terminplan…

Also hetzte ich zur Krankengymnastin, die muss man erst mal in diesem weitläufigen Gebäude finden, und kam dort um 09:20 Uhr an… Zu spät! Es blieb aber noch Zeit, die ersten Formulare gemeinsam auszufüllen und dann erklärte mit die Krankengymnastin, was ich täglich zusätzlich zu den Anwendungen in meinem Terminplan machen sollte: 10 Minuten Training am Sitz-Ergometer…

Man sieht, der Tag fing schon „gut“ an..

Aber dann hatte ich endlich meinen Terminplan und konnte die ersten Anwendungen abarbeiten. Vor dem letzen Termin, es wurde ein EKG gemacht, konnte ich rund 2 Stunden Schlaf nachholen. So richtig los geht es erst morgen, wie man dem nachfolgenden Terminplan entnehmen kann:

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So nun habe ich alle Anwendungen gemacht und Freizeit. Die Sonne scheint und ich gehe etwas spazieren.

19.09.2016

Um 10 Uhr war ich heute pünktlich in der Caspar-Heinrich-Klinik in Bad Driburg. Im Krankenhaus Detmold war alles vorbereitet für meine Entlassung: Entlassungsbrief, CD mit Röntgenbilder und Beleg für kostenlose Taxifahrt nach Bad Driburg. Auf dem Flur traf ich zufällig den Prof. Klostermann, der mir noch ein paar Tipps gab und alles Gute wünschte. 6 Wochen nach der OP soll ich noch mal bei ihm vorstellig werden. Er sagte mir auch, dass ich nun – wenn ich möchte – mit nur einer Krücke versuchen soll, zu gehen. Aber nur so lange, bis ich merkte, dass Schmerzen kommen bzw. größer werden.

Mein erster Eindruck in der Empfangshalle hier in Bad Driburg: 1) ein riesiges Gewusel, die Patienten „flitzen“ hin und her wie die Ameisen. Jeder scheint unterwegs zu seiner Anwendung zu sein 2) fast alles alte Leute 🙂

Die Organisation ist hier perfekt. Schon 2 Minuten nach der Anmeldung am Empfang begrüßte mich eine junge Dame, übernahm mein Gepäck und zeigte mir für´s Erste die wichtigsten Anlaufstellen und mein Zimmer. Das Zimmer ist ausreichend groß, mit Balkon, neuer Teppichfußboden, die Möbel sind allerdings schon etwas abgegriffen, mir fällt spontan der Begriff „Gelsenkirchener Barock“ ein. Modernes Fernsehgerät und ein super-schneller und kostenloser Internetzugang. Das Bad hat Dusche, Waschbecken und WC. Aber alles ist sauber und auch hier gilt: man darf kein 5-Sterne-Hotel erwarten.

Um 12:30 Uhr konnte ich dann zum Mittagessen gehen. Es gibt 3 Menüs zur Auswahl, auch ein vegetarisches Gericht. Dazu freier Zugriff auf die Salatbar. Bisher alles gut.

Dann ging es um 13:30 Uhr weiter, die Sekretärin des Stationsarztes stelle eine Menge Fragen, tippte alles in ihren Computer und dann ging ich zum Stationsarzt. Der war total nett, hat sich 45 Minuten mit mir beschäftigt, alles sorgfältig untersucht und dann mit mir die Anwendungen der nächsten 3 Wochen durchgesprochen. Ebenso wurde ganz ausführlich erklärt, warum ich welche Medikamente nehmen soll, die mir umgehend ausgehändigt wurden.  Thrombose-Spritzen gibt es täglich, und zwar bis zum 10.10.2016.

Der Stationsarzt zeigte sich erfreut darüber, dass ich in der Vergangenheit regelmäßig und viel Sport gemacht habe. Denn meine Muskeln sind in Ordnung, lediglich am operierten Bein liegt im Moment noch eine Muskelschwäche vor, aber das ist nach der OP durchaus normal. Wir werden in den nächsten 3 Wochen gezielt daran arbeiten, die Muskeln wieder so zu mobilisieren, dass der frühere Zustand wieder hergestellt wird. Morgen früh gibt es den Anwendungsplan und  so wie ich das sehe, werde ich ganz schön beschäftigt sein. Aber dafür bin ich ja hier.

Nach dem ich am Vormittag mein Zimmer bezogen habe, bin ich mit nur einer Krücke herumgelaufen. Ohne Probleme. Am Nachmittag konnte ich den ersten Ausflug machen, einmal rund um die Klinik in 20 Minuten, allerdings dann mit beiden Krücken.

Während ich „hilflos“ in der Reha-Klinik bin, zerfetzt unser Hund meine Hausschuhe:

 

 

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3 Kommentare

  1. Hallo Ursula und Olaf,

    vielen Dank für eure Wünsche.

    Ich bin nach der „klassischen“ Methode operiert worden. Man darf sich aber nicht täuschen: im Video sieht die minimal invasive Methode so easy aus. Hier in der Reha-Klinik sind einige, die nach dieser Methode operiert wurden. Es ist schon richtig, dass diese Patienten nach 6-7 Tage aus dem Krankenhaus entlassen wurden und unmittelbar mit der Reha begonnen haben. Aber: auch diese Patienten haben Probleme mit den Muskeln oder andere Schmerzen. Eine Patientin berichtete zusätzlich über einen großen Bluterguss. Angeblich kann die operierte Hüfte bis zu 2 Monate nachbluten. Dazu kommt, dass sich um das Implantat erst noch Narbengewebe bilden muss.

    Von Sportarten wie Fusball, Handball, Tennis, Joggen (und weitere) und auch Reiten während der ersten 3 Monate wird dringend abgeraten, weil sich die Kugel aus der Pfanne lösen könnte. Und dann hat man ein Riesenproblem…

    Reiten nach 6 Wochen halte ich für äußerst Risikoreich.

    Heute ist der erste Tag, an dem ich bislang noch keine Schmerzmittel genommen habe. Mal sehen, ob es auch über Nacht klappt.

    Euch eine schöne Zeit.

    Gruss
    Walter

  2. Wir leiden mit Dir und wünschen weiterhin gute Fortschritte! Bist Du eigentlich nach der schonenden OP-Methode (wie in beiden Videos gezeigt) operiert worden oder ‚klassisch‘? Bei der schonenden hätte ich weniger Muskelprobleme erwartet was ja im Moment Dein größeres Schmerzproblem ist.
    Deine Erfahrungen sind absolut interessant für uns, da wir parallel einen 2. Fall hier in Texas ‚begleiten‘. Eileen musste erst am Tag der OP ins Krankenhaus, Entlassung nach 2 Tagen mit Schmerzmedikation nach Hause. Danach 2x wöchentlich Physiotherapie und lt. Arzt soll sie nach 6 Wochen wieder auf ihren Pferden sitzen – Eileen betreibt das Reitgeschäft auf der Ranch unserer Freunde hier in Bandera.
    Gute Besserung wünschen
    Ursula & Olaf

  3. Danke für den sehr ausführlichen Bericht. Du scheinstxdort segrcgutxaufgehoben zu sein. Viel Erfolg weiter. Ich war um 14.45 h zuhause. 38.80 €| Taxi musste ich zunächst bezahlen da die ja nicht mit dem Land NRW u. zusätzlich mit der Allianz abrechnen können. War dann bei meiner Hausärztin u. habe mir die morphinhaltigen Schmerztabletten sowie Thrombosespritzen verordnen lassen. Die muss ich mir noch ca zwei Wo. setzen.Dann alle Pflanzen/Blumen im Haus gegossen u. eine Schüssel Tomaten geerntet. Nun kaputt u. froh wenn ich den Spezialschuh gleich ausziehen kann.Mussten noch nach meinen „Krücken“ fahnden die von irgendeiner Person schon als Klinikeigentum vereinnahmt worden waren, nicht zu fassen. Nun lebe Dich schön ein, war sehr nett mit Dir. Schönen Abend noch.
    Helmut

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