Roger Waters – Pink Floyd

Ganz überraschend für mich erzählte unser Stellplatz-Nachbar, dass er am 02. Juli ein Konzert von Roger Waters besucht, der in Liverpool auftrat. Ich wusste zuvor nichts davon. Kurz entschlossen habe ich mir eine Eintrittskarte besorgt und war eine Stunde später mit 11.000 anderen begeisterten Zuschauern in der Echo-Halle.

 

Roger Waters – Gründungsmitglied der Pink Floyd. Live. Das ist doch der Hammer. Und so war es auch. Er spielte einige Songs, die ich nicht kannte, aber dann bekannte Stücke, z. B. aus der Doppel-LP „The Wall“, meine Lieblings-Platte seit 1980.

Roger Water ist 74 Jahre und leistet ein Riesen-Pensum, was seine Welt-Tour „Us and them“ angeht. Mehr als 150 Aufritte in der Zeit vom 21.05.2017 bis 09.12.2018. Europa, Nord-Amerika, Süd-Amerika, Kanada, Australien, Neuseeland. Unglaublich…

Aber es lohnt sich für ihn:er war im Jahr 2012 mit 88 Millionen US-Dollar der Musiker mit dem zweithöchsten Jahreseinkommen weltweit.

In der Musik gibt er immer eine politische Botschaft mit, was ihn nicht unumstritten macht. Viele werfen ihm Antisemitismus vor. Am 26. November 2017 beendete der WDR eine Kooperation mit Waters, mit der das Kölner Konzert der „Us and Them-Tour“ beworben werden wollte. WDR-Intendant Thomas Buhrow reagierte damit auf eine von über 1300 Personen unterzeichnete Online-Petition, die der Sendeanstalt die Unterstützung eines Antisemiten vorwarf. Weitere ARD-Anstalten wie SWR, BR und RBB verzichten neben dem WDR auf eine Liveübertragung des Konzerts. Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg – selbst Kind von Holocaustüberlebenden – kritisierte diese Entscheidung als „absolut lächerlich“, die öffentlich-rechtlichen Sender sollten „wenn vor allen [bei] Beiträgen über Luther oder Wagner-Aufführungen auf die teilweise blutrünstigen antisemitischen Theorien dieser Herrn“ hinweisen. Waters habe zwar eine „bedenkliche und private“ Meinung gegenüber Israel, die er (Lieberberg) nicht teile, aber er könne sein Recht auf Meinungsfreiheit nicht bestreiten. Das künstlerische Werk von Roger Waters sei weder antisemitisch oder antijüdisch; „Der Kanon von Roger Waters und Pink Floyd ist und bleibt genial.“

Und das kann ich nur bestätigen. Es waren 2,5 Stunden (Pause abgezogen) reines Hör- und Sehvergnügen. Der Sound ist und bleibt genial, das Konzert war ein Super-Ereignis, was mich zu der Aussage veranlasste: Best concert ever…

 

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