Rund um den Tower of London

Heute stand der Besuch von „Tower of London“ auf dem Programm. Der Tower ist mit seiner blutigen und faszinierenden Geschichte eine der Hauptattraktionen der Stadt. Mit der Errichtung dieser gewaltigen Burg wurde bereits im Jahre 1066 begonnen. Der Tower diente u. a. als Zoo, Sternwarte, Zeughaus, Münzpräge, Gefängnis und Hinrichtungsstätte.

Zu der Anlage gehören viele Gebäude, die fast alle zu besichtigen sind. Das bekannteste sind die „Waterloo Barracks“, in den die Kronjuwelen aufbewahrt werden. Ich musste mich in eine Schlange von ca. 200 m Länge anstellen. Es ging aber recht zügig, nach etwa 30 Minuten war ich im Innenraum. Über ein Laufband wird man an Dutzenden Kronen, Zepter und Krönungsinsignien vorbei geführt. Diamanten in eigentlich unvorstellbarer Größe und Anzahl, Rubinen, Saphiren, Smaragden und Perlen werden in der Schatzkammer gezeigt. Darüber hinaus viele Gegenstände aus Gold, wie Löffel, Teller und eine kleine Badewanne.

Auch der White Tower ist interessant. Auf mehreren Etagen werden Kanonen, Waffen, Kettenhemden, Rüstungen, sowie eine Parade von Holzpferden und Königshäuptern gezeigt.

Auf dem Gelände kann man sich stundenlang aufhalten. Es gibt sehr viel zu sehen und zu hören. Die „Beefeaters“ – das sind die Maskottchen des Towers – bewachen die Festung schon seit mehreren Jahrhunderten. Und heute erzählen sie den Besuchern Geschichten von damals und erklären gerne die Ausstellungsstücke. Wie es zu dem Namen „Beefeater“ kam, ist ungeklärt. Es wird vermutet, dass es mit den Fleischrationen zusammen hing, die die Beefeater im 17. Jahrhundert erhielten.

Übrigens: der Name „Beefeater“ ist im Volksmund entstanden. Offiziell werden sie „Yeoman Warders“ genannt. Es gibt etwa 40 von ihnen, die zuvor mindestens 22 Jahre in der britischen Armee gedient haben müssen.

Ganz in der Nähe überquert die Tower-Bridge die Themse. Wir hatten Glück, dass wir sehen konnten, wie die Brücke hochgezogen wurde. In nur 3 Minuten ist die Brück hochgeklappt und gibt den Weg für die Schiffe frei. Im Schnitt passiert das heute nur noch 3 mal pro Tag.

Die St. Pauls Cathedral war heute Nachmittag für Besucher gesperrt, da ein Orgel-Konzert vorbereitet wurde. Also konnten wir das Bauwerk – das schon 1.400 Jahre als christliche Kultstätte dient – nur von aussen besichtigen. Da hatten es Prince Charles und Diana es 1981 besser, als sie dort getraut wurden… Die Glocke der Kathedrale ist die Größte Großbritanniens. Sie wird „Great Paul“ genannt und wiegt 16,5 t. Die Uhr an der Fassade hat einen Durchmesser von 5 m. Der kleine Zeiger misst immerhin noch 3 m.

Das war heute der 5. und letzte Tag unserer London-Städtereise. London liegt voll im Trend, was Tourismus angeht. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind überfüllt oder zumindest stark besucht. Man braucht schon einige Tage, um nur die Highlights zu sehen. Aber trotz U-Bahn, S-Bahn und Bus sind wir täglich viele Kilometer zu Fuß gelaufen. Eine London-Städtereise ist anstrengend. Hier noch weitere Fotos:

 

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