Sangerhausen (Sachsen Anhalt)

Gestern sind wir zu einer 8 – 10 tägigen „Ostdeutschland-Tour“ aufgebrochen und zuerst nach Sangerhausen gefahren und haben dort das Rosarium besucht, nach eigenen Angaben der größte Rosengarten der Welt mit 8.600 unterschiedlichen Rosenarten. Es blühten nicht alle Rosen, aber schon ganz viele. Und ganz viele sind so schön, dass man mit dem Fotografieren gar nicht aufhören will.

Der Park ist sehr schön angelegt, es gibt ein Café, Restaurant und Imbisstand. Darüber hinaus viele Bänke zum Ausruhen oder auch Sitzgruppen, wo man seine mitgebrachte Verpflegung auftischen kann. Auch schön anzusehen: es gibt einige Skulpturen, die im Park aufgestellt sind. Ein lohnenswerter Besuch und mit dem Eintritt von 12,50 EUR in der Zeit von Juni bis August (sonst 6 EUR) unterstützt man einerseits den Erhalt der Arbeitsplätze der Mitarbeiter und andererseits die Pflege und Züchtung des Rosengartens.

Die Region um Sangerhausen zählt zu den wirtschaftsschwächsten in Deutschland. Der Bergbau wurde 1990 geschlossen, gewerbliche Neuansiedlungen gab es danach kaum. Als wir am Nachmittag einen Spaziergang durch die Altstadt unternahmen, waren die Straßen menschenleer. Tote Hose. Die Häuser und Straßen machten überwiegend einen gepflegten Eindruck, aber es war nichts los.

Auf der Terrasse des Restaurants „Rhodos“ sprachen wir mit dem griechischen Eigentümer. Nennen wir ihn Costa, den richtigen Namen haben wir vergessen. Costa ist schon vor 30 Jahren nach Sangerhausen gekommen und betreibt seit 21 Jahren das Restaurant. Er erzählte uns, dass die Einwohnzahl (einschließlich der vor Jahren eingemeindeten Dörfer) von 44.000 auf 26.000 gesunken ist. Die Jungen haben in der Gegend keine Perspektive, sie wandern ab. Zurück bleiben die Alten…

300 Meter entfernt vom Eingang des Rosariums hat die Stadt einen Stellplatz für Wohnmobile angelegt. Es gibt kein Versorgung, aber die Stellplätze sind kostenlos und jeder einzelne Stellplatz ist sehr breit und auch lang genug für größere Wohnmobile.  

Print Friendly, PDF & Email

2 Kommentare

  1. Hallo Willi, das Rosendorf Lottum werden wir spätesten im Sommer nächsten Jahres besuchen, denn heute haben wir bei Verstal nachgefragt, ob für 2 Wochen ein Stellplatz am Hafen frei ist…. 🙂

  2. Wirklich beeindruckend!! Unweit von uns ist das Rosendorf Lottum, (in NL) wo wir unsere Rosen gekauft haben, das ist aber von der Größe nicht zu vergleichen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.