Snowdonia Nationalpark


Man könnte sagen, es sind die Alpen von Wales: Im „Snowdonia-Nationalpark“ ist der höchste Berg gigantische 1.085 m hoch 🙂

Der Nationalpark liegt im Norden von Wales und ist für seine spektakulären Bergketten bekannt und ein beliebtes Ziel von Touristen. Der englische Name leitet sich vom höchsten Berg Wales’, dem 1085 m hohen Snowdon ab. Er ist mit 2.170 km² so groß wie Teneriffa und damit der drittgrößte Nationalpark in Großbritannien. 

Im Park leben 26.000 Menschen. Diese betreiben im Land, das überwiegend aus Bergen und offenen Flächen besteht, noch Landwirtschaft. Allerdings sieht man keinen Ackerbau sondern nur Weideflächen. 

Es ist eine wunderschöne Gegend, grüne Hügel wechseln sich ab mit gelben und braunen Weiden. Gelb und braun, das liegt am Regenmangel der letzten Wochen. Schon seit vielen Jahren war es nicht so trocken wie in diesem Jahr.

Die letzten 2 Tage sind wir 216 km gefahren. Und konnten verträumte Orte bzw. Dörfer besuchen. Wie z. B. die Kleinstadt Dolgellau. Dort fanden wir ein Café in einem ehemaligen Hardware-Store, also so was wie der Vorläufer von Obi-Baumarkt 🙂    

In einem Dorf entdeckten wir bei der Durchfahrt diese Häkel-Kunst an den Häusern und Geländern:

Am 06.07. besuchten wir eine noch intakte Farm, über 300 Jahre alt. Llanerchaeron gehört zum National Trust und ist eines der ganz wenigen Beispiele für einen selbständigen walisischen Landadelssitz des 18. Jahrhunderts. Selbstständig bedeutet, dass die Lewis Familie, die den Besitz zehn Generationen lang bewirtschaftete, wirtschaftlich unabhängig war – die ausgedehnten Ländereien erlaubten Viehzucht und Ackerbau. Die Wälder lieferten Wildbrett für die herrschaftliche Tafel und bekannt wurde Llanerchaeron für seine Käseproduktion.

Weiter ging die Fahrt nach New Quay, ein hübscher Küstenort, der früher mal für den Fischfang und die Versorgung mit Meeresfrüchten für die Region zuständig war. Heute findet man hier Touristen, die an den Sandstränden Erholung suchen. 

Am Morgen des 07.07. legten wir den ersten Stopp in Fishguard ein, wo damals Heringe gefangen wurden. Heute sieht man kleinere Boote in der Bucht liegen, die von Hobby-Kapitänen herausgeputzt werden. 

Da wir das Fußballspiel England-Schweden nicht verpassen wollten, suchten wir den Parkplatz der Schlossruine „Dinefwr“ (das ist kein Schreibfehler sonder so richtig geschrieben) auf, weil es nicht weit abseits der Strecke lag. Daneben, nur ein paar Fußminuten, liegt das Herrenhaus „Newton House“. Dieses Anwesen besuchten wir bereits im letzten Jahr, und zwar am 12.08.2017. 

Am späten Nachmittag endete unsere Tagestour auf dem Stellplatz „Cambrian Cruisers„. Es ist ein großes Privatgelände. Der Eigentümer vermietet aussen den Wohnmobil-Stellplätzen noch Hausboote und Ferienwohnungen: 

 


Heute ist Sonntag. Wir bleiben auf dem Stellplatz in Brecon und „ruhen“ heute mal aus. Hier an dem Kanal ist der Radweg hervorragend ausgebaut, so dass wir eine Radtour unternehmen. Morgen werden wir wahrscheinlich Wales verlassen und in Richtung Devon und Cornwall fahren. 

Wales ist echt klasse. Wir sind froh, dass wir Wales noch „mitgenommen“ haben. Es stand ursprünglich nicht auf unserem Plan. Die Gegend ist toll: grüne sanfte Hügel, tolle Küste, nette Menschen…

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