Somos cabritas de montaña…

Somos cabritas de montaña soll heissen: wir sind kleine Bergziegen 🙂

Gestern haben wir an einer Wanderung der „Grupo Montañero Tenerife“ teilgenommen. Die im Raum Adeje ansässige Wandergruppe führt fast jeden Sonntag eine Wandung durch, natürlich mit unterschiedlichen Zielen, verstreut auf der ganzen Insel.

Schon um 07:15 Uhr haben wir uns in Las Americas getroffen, um mit dem Bus zum Norden der Insel zu fahren

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Erster Stopp war am Marktplatz von La Laguna, der jedoch um diese frühe Zeit kaum besucht war und die Händler erst noch dabei waren, ihre Stände aufzubauen

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Dafür herrschte in der Churreria großer Andrang, um das frittierte Fettgebäck Churro schon zum Frühstück zu kosten, was man guten Gewissens als Kalorienbombe bezeichnen kann

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Weiter ging es dann in Richtung Mercedeswald, wo die Wandergruppe aufgeteilt wurde. Eine Gruppe unternahm eine leichtere Wanderung, die andere Gruppe die anspruchsvollere Tour.

Mit dem Bus sind wir bis nach Punta de Hidalgo gefahren, dem Startpunkt der Wanderung

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Und sofort ging es los, zuerst nach Chinamada und über Cruz del Carmen zum Ziel: Restaurant Domingo im Mercedeswald

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Die Wanderer, im Alter zwischen 30 und 75, legten erstaunlich flott los und hielten das hohe Tempo bis zum Schluss. Man konnte spüren, dass sie nicht zum ersten Mal unterwegs waren.

Dabei ging es von Anfang an teils steil hoch auf fast 1.100 m. Spitze Basaltsteine, enge Wege, Geröll, zum Teil angelegte Stufen und steile Abhänge bestimmten den Aufstieg. Dafür gab es zur Belohnung: traumhafte Aussichten

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Pausen gab es nur zwei von je 3 Minuten, eine davon im Bergdorf Chinamada

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Der Abstieg zum Restaurant Domingo führte zum Teil durch Lorbeerwälder und an großen Ziegenherden vorbei

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Nach der Wanderung haben sich beide Gruppen im Restaurant „Domingo“ getroffen. Es war ja so eine Art „Jahresend-Feier“ für die Wandergruppe und da wurde gross aufgetischt: es gab mehrere Menu-Gänge, alle Getränke, Nachtisch, eine Verlosung von drei Geschenkkörben und Live-Musik

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Und wer glaubt, dass die Teilnehmer der Wanderung nach 4 anstrengenden Stunden müde waren, der hat sich getäuscht. Nach dem Essen wurde kräftig getanzt und niemand saß bei der Polonaise auf seinem Stuhl…

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Die Wandergruppe könnte man auch als Verein bezeichnen, aber nicht im Sinne, wie in Deutschland ein Verein geführt wird, also mit Vorstand, Kassierer, Schriftführer und mit den typischen Besserwisser (Klugsch…) wie es sie in Deutschland in jedem Verein gibt. Trotzdem gibt es einen, der die Wanderungen ausarbeitet, und das ist der José, der sich „Frisur-Technisch“ meiner Frisur angeschlossen hat:

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Ihm gehört eine große Portion Dank für seine Arbeit.

Gegen 19 Uhr sind wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Las Americas gefahren und waren gegen 21 Uhr zu Hause.

Es war ein langer und anstrengender Tag, aber eindrucksvoll und fenomenal, wie die Spanier sagen…

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