St Michaels Mount




Die Nacht vom Samstag auf den Sonntag haben wir auf einer Farm verbracht. Wir sind Mitglied im Caravan Club und in dem Katalog, der uns bei der Anmeldung zugeschickt wurde, sind sowohl Campingplätze verzeichnet, die unter der Leitung des Clubs stehen, also auch Farmen, die Stellplätze anbieten. Insgesamt sind das über 2.700 Stellplätze in Großbritannien. Die Stellplätze auf den Farmen sind nicht so komfortabel ausgestattet, wie die Campingplätze, dafür sind sie erheblich günstiger.

Auf der Farm, wo wir übernachtet haben, hat der Stellplatz 12,50 GBP gekostet, incl. Strom, Wasser, Abwasser und  WC.

Überhaupt ist das Finden eines Stellplatzes in England – soweit wir das nach 2 Wochen sagen können – recht einfach. Ausser Campingplätze und Farmen bieten auch sehr viele Pub´s an, auf ihrem Parkplatz zu übernachten. Oder man stellt sich auf einen Parkplatz der Gemeinde, teils kostenlos, teils nur 2 oder 3 GBP pro Nacht.

Am Morgen sind wir nach Porthleven gefahren. Loe Bar und Porthleven Sands bilden einen kilometerlangen und fast unbebauten Sand- und Kieselstrand. Dort befindet sich etwas zurück gelegen der Loe Pool, der größte Süßwasserspeicher Cornwalls. Er ist nur durch einen Wall aus Sand und Kalk vom Meer getrennt. Etwas getrübt wurde diese schöne Gegend durch den heftigen Wind. Man hätte eine Mütze gut gebrauchen können, die ganz über die Ohren geht 🙂

 


Gar nicht weit davon entfernt liegt St. Michaels Mount. Es ist eine Gezeiteninsel, die 366 m vor dem Ort Marazion in Cornwall liegt und eine Fläche von 0,23 km² hat. Sie ist entweder mit einer Fähre oder, bei Ebbe, über einen schmalen Damm von Marazion aus zu Fuß zu erreichen. Die Kapelle auf dem Berg wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich wie auch das Schloss unter privater Leitung, kann aber besichtigt werden. Die Adelsfamilie Baron St. Levan hat den Besitz 1954 dem National Trust vermacht. Nachkommen der Familie leben noch heute auf der Insel. Ein kleiner Hafen besteht ebenfalls seit dem Spätmittelalter und dient heute zum Anlegen der Touristenfähren.

Die Sehenswürdigkeit ähnelt dem Mont Saint-Michel im Norden Frankreichs, ist allerdings weniger bekannt. St. Michael’s Mount hat daher ein geringeres Tourismusaufkommen.

Hier sieht man schon die nächste Flut herankommen. Die Besucher, die zu späte die Insel verlassen haben, müssen schon durchs Wasser waten 🙂

Zum Abschluss des Tages haben wir den Ort Penzance besucht. Der Ort hat ca. 20.000 Einwohner. Das durch den Einfluss des Golfstroms milde Atlantikklima mit für britische Verhältnisse viel Sonnenschein begünstigt eine üppige, teils subtropische Vegetation. So sind die Strandpromenade sowie zahlreiche Gärten und Vorgärten gekennzeichnet durch hohe Keulen-Lilien.

Neuerdings findet man in der Stadt sogar Kanarische Dattelpalmen.

Übernachtet haben wir wieder auf dem Parkplatz eines Pub´s. Kostenlos. Ruhig. Wifi (also W-Lan). Gutes Bier 🙂

 

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