Wanderung in den Cañadas

Unser Freund Hartmut hatte angeregt, heute einmal eine Wandertour in den Cañadas zu machen. Und zwar die leicht abgeänderte Route 70 aus dem Rother-Wanderführer der 17. Auflage. 

Das war eine sehr gute Idee. Von Playa San Juan haben wir eine Stunde und zehn Minuten bis zum Startpunkt „El Portillo“ gebraucht. Alleine schon die Anfahrt zum Startpunkt war wieder einmal ein Erlebnis. 

Unter „Cañadas“ (oder auch: Caldera de Cañadas“ meint man den vulkanischen Einsturzkessel mit ca. 17 km Durchmesser im Zentrum Teneriffas. Der Boden dieses Kessels liegt auf etwa 2000 Meter Höhe über dem Meer. Im Süden wird er von 500 m hohen Steilwänden begrenzt. Im Norden erhebt sich der mit 3718 Metern höchste Berg Spaniens, der Pico del Teide.

Der Teide ist das bedeutendste natürliche Kleinod Teneriffas und das Herzstück des Teide-Nationalparks. Dieser wurde bereits 1954 eingerichtet. Seit 2007 zählt der Nationalpark darüber hinaus zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Die Spitze des Pico del Teide überragt die Meeresoberfläche um 3.718 Meter. Misst man die Höhe des Teide vom Grund des Ozeans, so ist das Ergebnis noch beeindruckender. Mit beachtlichen 7.500 Metern handelt es sich beim Teide um den drittgrößten Inselvulkan der Welt. Mit seiner oftmals schneebedeckten Spitze ist er weithin sichtbar. Er war im Jahr 2013 der meistbesuchte Nationalpark der EU und stand an sechster Stelle der meistbesuchten Nationalparks weltweit. 2018 wurden rund 4,8 Millionen Besucher gezählt. 

Heute jedoch waren wir fast alleine. Auf unserer Wanderung sind uns 4 Wanderer entgegen gekommen und einen weiteren Wanderer sahen wir 15 Meter abseits der Route, der sich gerade ausruhte. Der Corona hinterlässt auch am Teide seine Spuren…  

Der Parkplatz am geschlossenen Restaurant „El Portillo“ war leer:

Das Wetter war traumhaft. Und da werden auch viele Motorradfahrer angelockt, die in den Cañadas ihre Fahrzeuge stolz präsentieren können:

Die Wanderung ging zwar die ganze Zeit durch die Sonne – auf über 2.000 m gibt es keine Schatten spendende Bäume – aber das war überhaupt kein Problem, denn die Höhenlage sorgte für angenehm kühlende Temperaturen. 

Es war eine sehr schöne abwechslungsreiche Rundtour am Kraterrand der Caldera. Auf der Wanderung hat man sehr schöne Panoramablicke über den Nationalpark und der Teide ist fast immer im Blickfeld. Weite Blicke ergeben sich über die Caldera-Ebene zum Guajara. Nach Norden blickt man zum Alto de Guamaso und im Osten zur Sternwarte Izaña. In der Ferne ist die Kanareninsel La Palma zu erspähen.

Der Weg führt über bequeme Wege an Ginstersträuchern, durch sandige Ebenen, entlang verschiedener Lavagesteinsformationen und durch einen kurzen, steilen Abhang mit Lavagries. Insgesamt jedoch sehr guter Untergrund zum Gehen. Man konnte sich also voll auf die Ausblicke der Gegend konzentrieren. Und die sind wirklich einzigartig. 

Der Teide ist teilweise noch mit Schnee bedeckt und dadurch ergeben sich hervorragende Fotomotive

Nach der Wanderung sind dem Hinweis eines Bekannten gefolgt und ins Restaurant El Chamo in Escalona eingekehrt. Bei dem schönen Wetter heute konnten wir den haus-eigenen Wein auf der Terrasse genießen und uns von den leckeren Gerichten überzeugen lassen.  

Fazit: Es war eine sehr gute Idee vom Hartmut, heute in den Cañadas zu wandern, Für die ca. 8,5 km haben wir rund 2 Stunden 45 Minuten gebraucht, incl. Pause. Es war ein toller Tag mit bleibenden Eindrücken…


 

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2 Kommentare

  1. Se as fotos são lindas, imagino o passeio.
    Que maravilha poder caminhar por lugares lindos.
    Muito bom a explicação sobre o parque…

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