Unsere Kultur-Tour 2018 ist zu Ende…

Nun sind wir wieder in Lemgo, nach etwas mehr als 6 Wochen und ca. 6.000 km..

Wir haben ausgiebig England bereist, zudem Schottland und Wales. Schottland haben wir – leider – schnell verlassen, weil es mir dort in der ersten Juni-Hälfte viel zu kalt war. Zeitweise nur 6 Grad C.

Was aber für mich viel schlimmer war als die Kälte, das war der starke Wind, der brutal in meine Ohren pfiff. Und da ich noch dabei war, meine Mittelohrentzündung auszukurieren, konnte ich diesen Wind gar nicht gebrauchen. Also sind wir zurück nach England bzw. Wales gefahren. 

Schottland ist das Land der Schafe. Es gibt weitaus mehr Schafe als Einwohner 🙂  und das Land der Golfplätze. Setzt man die Anzahl der Golfplätze in Relation zur schottischen Grundfläche, so gibt es weltweit keine größere Dichte von Golfplätzen als in Schottland. Und an das „schottische Englisch“muss man sich erst einmal eingewöhnen -)

Großbritannien im Allgemeinen und England im Besonderen ist das Land der Hunde. Wir haben ganz viele Leute gesehen, die einen Hund haben. Und wiederum viele, die zwei oder mehr Hunde besitzen. Trotzdem darf man fast kein Restaurant mit einem Hund besuchen. Und das Gute: man sieht keine Hundehaufen auf den Straßen bzw. Parks herum liegen… alle räumen das „Geschäft“ ihrer Lieblinge weg.

Wales war für uns das Land der sanften Hügel. Normal sind es grüne Hügel. Wegen der langen Trockenheit ist Wales zur Zeit überwiegend braun. Auf jeden Fall ein tolles Land. Und wenn man zufällig kein Walisisch spricht, kommt man mit Englisch hervorragend klar.

 

Alle die, die glauben, dass:

— es in England täglich regnet

— Engländer nie ohne Regenschirm aus dem Haus gehen

— man in England kein gutes Bier trinken kann

— alle Engländer rote Haare haben

die sollten ihre Vorurteile sofort über Bord werfen.

In den ganzen 6 Wochen hatten wir einen einzigen Tag, an dem es einige – teils heftige – Schauer gab, das war in Edinburgh. Sonst – bis auf die Tage in Schottland – nur Sonnenschein und Temperaturen von 20 – 26 Grad. Also angenehme Temperaturen und keine feuchte, schwüle Luft. 

Die Lebenshaltungskosten sind vergleichbar mit denen in Deutschland. Gut, Diesel kostet – je nach dem wo man tankt – zwischen 1,22 und 1,47 GBP pro Liter, das sind 1,36 EUR bzw. 1,64 EUR. Im Durchschnitt lag der Preis bei 1,30 GBP = 1,45 EUR. Die Preise für das Essen gehen in den Restaurants empfanden wir als preiswert. Kaum ein Hauptgericht lag über 10 GBP = 11,18 EUR. 

Das Bier in einem Pub kostet (ein Pint = 0,57 Liter) zwischen 2,80 und 5 EUR, was unter den Preisen für ein Glas Bier in Lemgo liegt.

Und was uns erneut besonders aufgefallen ist: Engländer sind freundliche und höfliche Menschen. Und sie schätzen es, wenn sie genauso freundlich und höflich behandelt. Wir haben uns mit vielen Leuten zum Brexit unterhalten. Das Für und Wider hielt sich die Waage. 

 

Auch in diesem Jahr haben wir viele Gärten, Herrenhäuser, Schlösser und sonstige Sehenswürdigkeiten besucht. Wir waren – wie schon im letzten Jahr – erneut total begeistert. Insbesondere vom Angebot des „National Trusts„, über den ich schon öfter in meinen Beiträgen berichtet habe. Der Jahres-Pass kostet 120 GBP (= 135 EUR) für eine Familie mit 2 Erwachsenen und bis zu 10 Kinder – aber wer hat die schon? 🙂 .  Dafür darf man über 500 Objekte, die der National Trust verwaltet, ein Jahr lang kostenlos besuchen. Und auf den Parkplätzen kostenlos parken. Und wer seinen Urlaub geschickt plant, kann die Jahreskarte für zwei Urlaubsjahre einsetzen, z.B. den ersten Urlaub im August beginnen und den Urlaub im nächsten Jahr bis ende Juli abhalten. So haben wir es gemacht.

Was Campingplätze oder Stellplätze angeht, haben wir fast immer auf den Plätzen vom Caravan and Motorhome Club übernachtet. Der Club hat eigene Campingplätze die zwischen 15 und 26 EUR pro Übernachtung kosten. Diese Campingplätze sind immer vorbildlich ausgestattet. Davon gibt es rund 150 Plätze verteilt auf Großbritannien. Darüber hinaus gibt es über 2.500 Stellplätze, meist auf Farmen, die zwischen 10 und  18 EUR pro Nacht kosten. Hier ist die Ausstattung unterschiedlich, vom einfachen Stellplatz ohne jede Versorgung bis zu Stellplätzen mit Wasser, Abwasser, WC, Dusche, Swimming-Pool und kostenlosem Internet-Zugang. Der Jahresbeitrag für den Club beträgt rund 55 EUR. Dafür erhält man eine Übersichts-Landkarte, wo die Stell- und Campingplätze zu finden sind, und einen Katalog, wo die Camping- und Stellplätze mit ihrem Angebot, Adresse und Preis aufgeführt sind. Ein ähnliches Angebot hat der Camping and Caravaning Club, der von uns ebenfalls empfohlen wird. 

 

Zusammen fassend darf ich sagen: Großbritannien ist ein wunderschönes Land, wer noch nicht dort war, sollte unbedingt mal hin. Wir sind vom Land und seinen Menschen begeistert. Es war ein toller Urlaub. Wir haben keinen Unfall erlitten, keine Fahrzeug-Probleme lösen müssen, alles gut. 

Was wir im nächsten Jahr machen, wissen wir jetzt noch nicht. Vielleicht ein anderes Land? Mal abwarten…. 

 

        

 

 

 

 

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3 Antworten

  1. Walter sagt:

    Vielen Dank und schönes Wochenende.

    Gruss
    Walter

  2. Mikel sagt:

    Ich kann mich obigem Kommentar nur anschliessen, sehr aufschlussreich .

  3. Helmut Kipp sagt:

    Sehr eindrucksvoll u. umfassend aufschlussreich Deine Berichte Walter. Schön dass ihr wieder gesund u. ohne Fz.-Schäden in Lemgo an kommen seid.

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