Vom Grand Canyon nach Cottonwood / Arizona

Wir haben den Grand Canyon verlassen, sind bei Valle auf die US 180 durch den Coconino National Forest nach Flagstaff gefahren. Eine sehr schöne Straße, die teilweise auf 2.400 m Höhe führte.


Bei Flagstaff sind wir dann nicht auf die Autobahn, sondern auf die US 89a nach Sedona und weiter nach Cottonwood gefahren.

Die US 89a führt durch den Oak Creek Canyon, eine atemberaubende Straße. Ganz am Anfang, also kurz nach Flagstaff fuhren wir eine Serpentinenstraße mit gefühlten 360-Grad-Kurven 🙂

Der Canyon wird oft wegen seiner landschaftlichen Schönheit als ein „kleiner Cousin“ des Grand Canyon beschrieben. Die Schlucht ist ca. 21 km lang und endet in der Stadt Sedona. Der Oak Creek Canyon ist nach dem Grand Canyon als das beliebteste Touristenziel in Arizona.

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Viele nutzen den Bach auch zum Baden, der er an mehreren Stellen aufgestaut wird. Leider kommt man nur an wenigen Stellen an den Bach heran, da Privatgrundstücke den Zugang verhindern.

Wer diese Straße fährt, sollte auf jeden Fall einen Stopp im Café/Restaurant Indian Gardens einlegen. Die Speisen, die wir auf den Tellern der anderen Gäste gesehen haben, waren alle frisch zubereitet und sahen verlockend aus. Für uns war es zu früh zum Mittagessen, daher haben wir die Spezialitäten der eigenen Bäckerei probiert und waren genauso begeistert, wie unsere Tischnachbarn. Übrigens: im schön angelegten Garten hinter dem Café kann man gut verweilen und ganz in Ruhe seinen Kaffee trinken:

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Kommt man dann in Sedona an, dann befindet man sich direkt im touristischen Zentrum der Stadt. Die Stadt ist sozusagen zweigeteilt, einmal in den Bereich, wo man die Touristen und das „volle Programm“ für die Touristen findet, und in den Bereich, wo man in Sedona wohnt. Jährlich kommen 2,5 Mio. Touristen wegen der Naturschönheiten (z. B. Slide Rock State Park) nach Sedona.

Man sieht rund herum nur rotes Gebirge, zum Beispiel den Red Rock:

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Die Tischnachbarn aus der Schweiz, die wir im Indian Gardens trafen, leben seit 10 Jahren in Sedona, nach dem sie fast 25 Jahre in Atlanta/Georgia gewohnt haben. Der Hauptgrund: Das Klima in Sedona ist das ganze Jahr trotz der Höhe milder als im übrigen Arizona. In den Monaten Dezember bis Februar gehen die Temperaturen selten unter 10 Grad in der Nacht, 20 Grad am Tag, dann steigen die Temperaturen von März bis Juni auf ca. 28 Grad Höchstwert, der Juli und August hat dann 35 Grad, und danach geht es wieder auf ca. 20 Grad zurück. Niederschläge sind – so sagen sie – leider ganzjährig gering.

Mir war der Touristenrummel zuviel, Uschi wäre gerne noch geblieben. Wir sind dann weiter nach Cottonwood, wo wir auf einem Campground übernachtet haben.

 

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