Von Mammoth Lakes nach Lone Pine

Heute sind wir 171 km gefahren, von Mammoth Lakes südlich nach Lone Pine. Von 2.400 Höhenmeter auf rund 300 Höhenmeter.


Doch zuerst sind wir vom Ort Mammoth Lakes hoch gefahren zu den Seen, die total idyllisch liegen, auf teilweise 3.000 m

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Schon um 8 Uhr versammelten sich viele Angler und versuchten ihr Glück. Die Seen sind gut gefüllt, bis auf den Horseshoe Lake, der von der Schneeschmelze nicht viel abbekommt. Dort liegen aber noch Reste vom Schnee und Uschi konnte eine Schneeball-Schlacht entfachen

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Das ganze Bergmassiv mit seinen Wäldern ist ja Heimat der Schwarzbären. Wir konnten im Schnee eine Fußspur entdecken

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Die Bäume am Horseshoe Lake sind nicht etwa verbrannt. Die toten Bäume sind eine Folge anhaltender vulkanischer Aktivität mit CO2-Emmisionen durch den porösen Boden.

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Anschließend sind wir hinunter gefahren zum Devils Postpile. Das ist eine pittoreske geologische Basaltstein-Formation

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Oberhalb der Säulen läuft man über deren Ende, die Flächen bilden regelmäßige Sechsecke. Es sieht aus wie auf einem gefliesten Boden:

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Zu der Ortschaft Mammoth Lakes können wir abschließend sagen, dass er uns sehr gut gefallen hat und wir froh sind, diesen kleinen Abstecher vom Highway 395 gemacht zu haben. Der Ort ist sehr gepflegt, sehr schöne Häuser, alle aus Holz oder aus Natursteinen. Es gibt viele nette Cafes, Restaurants und Läden für jeden Zweck. Die Häuser sind alle eingeschossig, maximal 2 Geschosse. Hier das höchste Gebäude des Ortes, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt

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Total gespannt waren wir auf den Besuch der Erick Schat´s Bäckerei, angeblich die beste Bäckerei von Kalifornien:

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Hier werden täglich 25.000 Brote und ganz viele andere leckere Sachen gebacken. Erick Schat, er stammt aus Holland, ist schon vor einigen Jahrzehnten nach Amerika ausgewandert und hatte von Anfang an einen riesigen Erfolg  mit seinen Broten. Nun führen die Söhne bzw. Enkel das Geschäft fort und der Erfolg ist ungebrochen. Die Kunden stürmen in das Geschäft und kaufen kräftig

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Für uns vollkommen unbekannt und überraschend liegt das Manzanar War Relocation Center direkt am Hwy 395, und zwar ca. 10 Meilen nördlich von Lone Pine.

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Um es kurz zu erzählen: Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor (Hawaii) und dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg vom Dezember 1941 wurden nicht nur japanische Staatsangehörige in den Vereinigten Staaten, sondern auch alle amerikanischen Staatsbürger japanischer Abstammung als Sicherheitsrisiko eingestuft. Man hat ungefähr 120.000 Personen in 10 Lager gesteckt, eines davon ist das Manzanar. Hier wurden knapp 10.500 Menschen untergebracht.

Im Visitor-Center erfährt man durch einen Film, der ca. 20 Minuten dauert, wie die von 1941 bis 1945 „japanischen Amerikaner“ dort lebten. Ronald Reagen hatte jedem noch lebenden Opfer der Zwangsumsiedelung 20.000 Dollar Entschädigung zukommen lassen. 1992 wurden in einer Gesetzesänderung weitere Mittel bereitgestellt um die Verpflichtung erfüllen zu können und Präsident George H. W. Bush sprach eine formelle Bitte um Entschuldigung aus.

Nun sind wir auf dem Bolder Creek RV Park, kurz hinter dem Ort Lone Pine am Hwy 395. Der Platz kostet pro Nacht 36 US$ und hat alles, sogar einen beheizten Pool und Internet. Die Temperaturen sind nun deutlich höher, als es gestern noch in Mammoth war. Gegen 16 Uhr hatten wir 41 Grad C Außentemperatur.

In Lone Pine werden wir morgen, also Sonntag, den Hwy 395 verlassen und über den Hwy 190 durch das Death Valley fahren

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3 Kommentare

  1. Das Brot schmeckt sehr gut und die Kekse und Kuchen… mmmhhh !

    Die Fotos mit dem Feuerwehrauto sind für unseren Enkel Jonas, der liebt Feuerwehrautos !

    Und der Schneeball für unsere Melina, davon konnte sie in Tannheim gar nicht genug bekommen !

    :-)))

  2. Hallo Birgit,

    ja, vor 35 Jahren war der Wassserstand noch höher, da konnte man die Tuffsteine noch nicht sehen…
    Das Wasser ist in der Tat sehr salzhaltig. Sehr gute Infos gibt es hier bei Wikipedia: Mono Lake

    Das ist total interessant.

    Liebe Grüße an den fernen John, ich hoffe, ihm geht es auch gut.

    Und natürlich liebe Grüße an Dich.

    Walter

  3. Hallo, Uschi und Walter,

    das sind wirklich unglaubliche Photos vom Momo Lake. Als wir vor etwa 35 Jahren dort waren, sahen wir noch keine solchen Formationen. Habt ihr auch im Lake gebadet? Man erklärte uns damals, von 4 Eimern Wasser sei einer Salz! Das Wetter scheint bei euch gut zu sein, hier in Teneriffa auch, nicht aber in Europa, wo es immer noch regnet.

    John ist in Pennsylvania bei seinem kranken Bruder liegt.

    LG von Birgit (und John)

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