Von San Diego nach Palm Springs

Die heutige Strecke war 228 km lang, aber eigentlich muss man sagen: 228 km kurz… Es war eine tolle Strecke, landschaftlich wunderschön:


Von San Diego sind wir über die I 15 (Interstate 15) bis kurz vor Murrieta gefahren, dann auf die US 79 bis Homeland, dann weiter über die US 74.

Schon die Gegend kurz hinter San Diego entlang der I 15 ist sehr schön. Sie ist hügelig, grüne Landschaft, und mit einer Vielzahl schöner Häuser bebaut, die sich gut in die Landschaft einfügen.

Die Autobahn I 15 hat nach San Diego für etwa 10 Meilen 6 normale Fahrspuren, dann noch 2 (kostenpflichtige) Express-Spuren, also insgesamt 8 Spuren. Für eine Richtung! Also insgesamt 16 Spuren in beide Richtungen. Für uns wieder einmal eine neue Erfahrung, denn eine Autobahn mit 16 Spuren haben wir noch nie gesehen.

Hinter Hemet beginnt der San Bernadino National Forest und es ging ab in die Berge von Santa Rosa Mountains. Der höchsten Berg ist etwas über 2.600 m. So hoch führt die US 74 zwar nicht, aber zwischen 1.500 und 1.800 m hat die Straße schon, die fast immer durch Waldgebiet führt. Ein Hinweis-Schild machte darauf aufmerksam: die nächsten 44 Meilen sind eine kurvenreiche Strecke. Oben angekommen, fanden wir ein großes „Hochtal“ vor. Eine Pferde-Ranch reihte sich an die andere. Wander- und Reiterfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten. Es gibt unzählige Wanderwege. Auch in dieser Gegend findet man viele Indianer-Reservate.

Irgendwann sind wir dann auch wieder runter gefahren, Richtung Palm Desert. Wie der Name „Desert“ schon sagt: Wüstengebiet…

Und in dieser Wüste leben „Bighorn-Sheeps“, also Dickhorn-Schafe. Ein Schild machte uns auf die Schafe aufmerksam und bat um angemessene Fahrweise.

Darauf wollte sich aber ein Polizist nicht verlassen. Er reihte sich genau vor uns auf die Fahrspur ein, schaltete sein Blaulicht ein, und fuhr weniger als Schritttempo. Manchmal stoppte er und setzte die Fahrt nach einigen Sekunden fort. Das ging ungefähr so 20 Minuten…hinter uns eine lange Autoschlange. Aber niemand traute sich zu überholen 🙂

Es waren tatsächlich Dickhorn-Schafe am Straßenrand und die grasten gemütlich vor sich hin. Allerdings: Gras war nirgends zu sehen. Wenn überhaupt, dann ein paar trockene Büchel und Sträucher.

Jedenfalls liefen sie, als wir uns ihnen näherten, vom Straßenrand weg, der Polizist fuhr zur Seite, und wir konnten unsere Fahrt wie gewohnt fortsetzen. Kurz vor Palm Desert mussten wir noch einige Serpentinen überwinden, was aber aufgrund der gut ausgebauten Straße kein Problem war.

Noch nicht ganz unten in Palm Desert angekommen, schauten wir über ein riesiges grünes Gebiet mit unzähligen Palmen, ähnlich einer Oase in der Wüste. Die Orte Palm Desert, Cathedral City und Palm Springs reihen sich aneinander wie Oberhausen, Essen und Mülheim im Ruhrgebiet. Sehr noble Häuser sind zu sehen, mit üppiger bunter Bepflanzung. Alles wunderschön gemacht. Hin und wieder „schlängelt“ sich ein Golfplatz um eine Siedlung.

Wir sind weiter gefahren zum Campground „Caliente Springs“ in Desert Hot Springs. Dort am Nachmittag angekommen, zeigte das Thermometer knapp unter 40 Grad C an. Es ist ein 55+ Campground mit verschiedenen Pools und Whirl-Pools. Das heiße Wasser kommt aus Quellen und versorgt die Pools. Wir bleiben nun 2 oder 3 Tage hier.

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