Was wir so kochen…

Seit dem Frühjahr 2014 ernähre ich (Walter) mich vegetarisch. Dafür gibt es viele Gründe, zum Beispiel:

  • –  ich möchte mich gesünder Ernähren
  • –  ich lehne Massentierhaltung ab

Doch seit dem ich meine Ernährung umgestellt habe, hat auch Uschi immer mehr und mehr vegetarische Rezepte gekocht.

Selbstverständlich sind wir liberal: jeder kann sich selbst glücklich essen… Jeder ist für sich und seine Gesundheit selbst verantwortlich. Und jeder trägt mit seiner Ernährung auch Verantwortung für seine Mitmenschen und seine Umwelt.

Was ich in den letzten Wochen gekocht habe, ist hier zu sehen, wobei es nur einige Beispiele sind:

 

Manche unserer Freunde, die sich bisher nicht mit dem Thema „Vegetarisch/Vegan“ beschäftigt haben, sind der Meinung, dass wir nur noch Gras bzw. vielleicht nur noch Salat essen. Weit gefehlt. Seit dem wir uns mit der vegetarischen Ernährung befassen, sind wir der Meinung, dass sich unser Speiseplan sogar erheblich erweitert hat.

Im Internet findet man zehntausende Rezepte, die Anzahl der veganen/vegetarischen Kochbücher wächst täglich und so langsam verstehen auch Industrie und Handel, dass sich hier ein ganz enormer Markt auftut.

Und warum bin ich auf in fleisch- und (fast) fischlose Ernährung umgestiegen? Jedenfalls nicht, weil es seit einiger Zeit Mode ist und immer mehr und mehr auf Fleisch und Fisch verzichten. Meine weiteren Gründe sind auf der Seite von Eat Smarter zutreffend beschrieben worden:

1) Darum ist Fleischverzicht gesünder

Vegetarische Ernährung ist einfach gesünder. Alle reden vom maßvollen Fleischkonsum, aber welcher Fleischesser hat wirklich nur ein bis zweimal pro Woche Schnitzel und Wurst auf dem Teller? Sich von Anfang an für vegetarische Ernährung zu entscheiden, ist konsequenter. Zu viel Fleisch erhöht laut einer Studie der Harvard School of Public Health das Risiko für Diabetes und Herzkrankheiten. Wer Schinken, Salami und Rindersteaks reichlich zuspricht, erhöht sein Darmkrebsrisiko um rund ein Drittel. Vegetarisch zu essen bedeutet weniger tierische Fette, weniger Cholesterin und dafür mehr Vitamine und Nährstoffe aufzunehmen. Und wer als Vegetarier auch Milchprodukte und (Bio-)Eier zu sich nimmt und nicht vegan isst, hat auch keine Probleme mit der Versorgung mit dem Vitamin B 12.

2) Mehr gelebte Verantwortung durch Verzicht

Vegetarisch essen ist gelebte Verantwortung gegenüber unseren Mitgeschöpfen. Die Zustände in der industriellen Massentierhaltung werden von vielen Konsumenten schlicht ausgeblendet. Zwar ist die Qualität von Fleisch und die Hygiene bei der Schlachtung dank strenger Vorschriften und Regularien heute besser denn je. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Töten von zigtausend Nutztieren in Industrieanlagen moralisch nicht zu rechtfertigen ist. Allein in Deutschland werden Jahr für Jahr über zwei Milliarden Tiere in industrialisierten Schlachtbetrieben getötet. Allein diese Masse an Tötungen macht es unmöglich, dass es dabei stets ethisch korrekt und schmerzfrei für die Tiere zugeht.

3) Tierhaltung belastet die Umwelt

Vegetarisch essen schont die Umwelt. Durch die expandierende Fleischindustrie werden immer mehr Ressourcen der Erde im Rekordtempo aufgebraucht. Für die Herstellung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten werden laut Worldwatch Institute mindestens 32,6 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ausgestoßen. Das ist über die Hälfte der weltweiten Ausstöße an klimaschädlichen Treibhausgasen. Laut der Tierschutzorganisation Peta fließen rund 70 Prozent der erschlossenen Wasserressourcen der Welt in die Landwirtschaft. Das meiste Wasser wird dabei für die Fleischproduktion verbraucht. Um ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren wird eine Wassermenge von 15 000 Litern benötigt. Auch der Hunger in der Welt und die steigenden Lebensmittelpreise sind für viele Konsumenten ein Argument, weniger Fleisch zu essen. Ein großer Teil der Nahrungsmittelpflanzen (z. B. Soja, Getreide, Mais) wird als Tierfutter eingesetzt, obwohl es viel effizienter wäre, diese Ressourcen für die menschliche Ernährung zu verwenden. Die Abholzung des Regenwaldes zerstört darüber hinaus täglich natürliche Lebensräume von Urvölkern.

4) Weniger Fleisch, weniger Hunger

Vegetarische Ernährung hilft, den Welthunger zu bekämpfen. Tiere aufzuziehen und zu schlachten, ist wesentlich ineffizienter, als Gemüse oder Getreide anzubauen. Um einen Vegetarier zu ernähren, braucht man etwa 20 Mal weniger landwirtschaftliche Nutzfläche als für einen Fleischesser. Im Laufe ihres Lebens, von der Geburt bis zur Schlachtung, verbrennen Nutztiere reichlich Kalorien für den Stoffwechsel sowie für den Aufbau von Federn, Fell, Knochen und Blut. Rund 16 Kilo Getreide werden als Futter verbraucht, um ein Kilo essbares Fleisch zu erhalten.

5) Die Freude am vegetarischen Kochen

Vegetarisch kochen macht Spaß! Es erfordert allerdings eine gewisse Eingewöhnungszeit. Generell braucht es etwas Zeit, neue Produkte und Rezepte kennenzulernen und neue Arten der Zubereitung auszuprobieren. Dafür wird man aber mit tollen neuen Kocherlebnissen belohnt. Der Speisezettel wird in der vegetarischen Küche bunter und abwechslungsreicher, was Koch und Esser gleichermaßen freut. In Deutschland verzichten mittlerweile rund sechs Millionen Menschen auf Fleisch. Die Zahl ist zwar in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen, dennoch gehört für den Großteil der Deutschen das Fleisch immer noch dazu.

6) Außerdem:

Wir können die pflanzlichen Lebensmittel direkt essen, anstatt sie den Nutztieren zu füttern. Eine neue Studie zeigt, dass eine nachhaltige Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung nur pflanzlich möglich ist. Bis 2050 könnten so 8 Millionen Menschenleben gerettet und der Umweltzerstörung Einhalt geboten werden. Warum? Pflanzliche Kost verlangt nur einen Bruchteil der Energie und Ressourcen, die für Tierprodukte aufgewendet werden müssen. Derzeit werden z.B. fast 70% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche für die Nutztierhaltung verwandt, einschließlich des Anbaus von Futterpflanzen. Wenn die Menschen sich pflanzlich ernähren würden, würden wieder viele Flächen für die Natur und die Artenvielfalt frei. Außerdem ist ein großer Teil tierischer Lebensmittel leicht verderblich und muss ständig gekühlt werden, was Energie- und Transportkosten erhöht. Auch die Lagerbarkeit von tierischen Produkten ist entsprechend eingeschränkt. Demgegenüber kann Getreide jahrelang ohne Kühlung gelagert und sehr einfach transportiert und verteilt werden. Seit Urzeiten haben Getreidespeicher und nicht Fleischspeicher das Überleben von Menschen in Zeiten von Missernten und drohender Hungersnot gesichert. Studien zeigen, dass gerade bei wachsender Weltbevölkerung eine Ernährung auf der Basis von Tierprodukten nur bei noch stärkerer Zerstörung unserer Umwelt möglich wäre, wodurch langfristig unser aller Überleben gefährdet werden würde.

 

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