Wien – Tag 3

Heute haben wir Wien kreuz und quer mit U-Bahn und Straßenbahn erkundet. Aber zunächst das Wetter: heute war/ist der schönste Tag, seit dem wir am Dienstag abgefahren sind. Sonne pur, um die 20 Grad… doch der Reihe nach:

1.. zuerst sind wir zum Schloss Schönbrunn gefahren. Wir haben auf dieser Erde fast 8 Milliarden Menschen. 7 Milliarden davon waren heute am Schloss Schönbrunn 🙂 Deshalb haben wir es bei einem Besuch in den Gärten belassen und werden vielleicht am Montag einen Innen-Besichtigung machen, wenn – so hoffen wir – weniger Touristen vor Ort sein werden

2.. Mit der U-Bahn zum Westbahnhof gefahren, dann in den „Fünfer“ eingestiegen: Wiens älteste Straßenbahn-Linie. Sie stöhnt und ächzt, schleicht und rumpelt zwischen Westbahnhof und Praterstern. Noch heute folgt die Streckenführung im Wesentlichen der ehemaligen nördlichen Transversallinie, die in Teilen bereits zur Weltausstellung 1873 eröffnet wurde. Mehr zur Unterhaltung als aus Notwendigkeit fuhr man anfangs und heute manchmal wieder (die aussichtslose Untergrundkombination U3 bis U1 ist natürlich wesentlich schneller). Der Weg war und ist also meistens das Ziel. Für die acht Kilometer lange Strecke braucht der Fünfer auch heute annähernd 40 Minuten. Viel Zeit in einer immer schneller werdenden Stadt, weshalb die komplette Strecke nur von Liebhabern befahren wird, wie uns.

3.. Am Praterstern angekommen, sind wir zum sicherlich bekanntesten Wiener Wahrzeichen gegangen, zum Riesenrad auf dem Prater. Natürlich sind wir mit dem Riesenrad gefahren und waren erstaunt über die tolle Aussicht auf Wien, die man dort hat.


4.. Der 7. größte Friedhof der Welt ist der Zentralfriedhof (ca. 250 ha, Hamburg-Ohlsdorf 391 ha ist Nr. 4). Hier herrschte Ruhe und Beschaulichkeit. Auf Feld 33g ist das Grab von Udo Jürgens zu sehen, zu dem andere Besucher kommen, Kerzen und Blumen aufstellen. Ein weisses Klavier aus Marmor steht auf einer größeren Wiese. Udo ist umgeben von vielen anderen Künstlern: Robert Stolz, Fritz Muliar, Hans Moser, um nur einige zu nennen. Beethoven liegt ganz in der Nähe, und zwar schon seit 190 Jahren. Auf Feld 40 findet man das Grab von Falco und seiner Mutter.

5.. Nach so vielen Fußmärschen und Bahnfahrten haben wir uns eine Belohnung verdient. Das Eiscafé Tichy soll das beste Eiscafé in Wien sein, und wir können das nur bestätigen

6.. Von 9 bis 18 Uhr waren wir unterwegs in einer tollen Stadt, die so viel zu bieten hat. Aber nun sind wir platt..

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