Wir verlassen den Big Bend National Park

Am Mittwochmorgen haben wir den Campground „Maverick“ in Lajitas verlassen. Am Abend zuvor waren Biggi und Klaus uns zum Campground nach gereist, so konnten wir noch einen schönen Abend verbringen und dann am Mittwoch gemeinsam losfahren.

Über die US 170 ging es westwärts nach Presidio, ca. 60 Meilen. Immer entlang des Rio Grande, der auf der linken Seite lag, und rechts immer am Big Bend Ranch State Park vorbei.

Achtung: hier in Amerika wird unterschieden zwischen „National Park“ und „State Park“. In den USA gibt es über alle US-Bundesstaaten verteilt hunderte von State Parks, die in Größe und Qualität an Nationalparks heranreichen können, aber bisweilen auch relativ unbedeutende Gebiete schützen. Alle Staaten der USA verfügen über einen State Park Service, der mit der Verwaltung und Pflege solcher Schutzgebiete betraut ist. Jeder Bundesstaat ist für die State Parks selbst verantwortlich. Die bedeutendsten Landschaften und Stätten der Vereinigten Staaten stehen unter der Verwaltung des National Park Service (NPS), für die der US-Innenminister zuständig ist.

Mit so einer Straße, von Lajitas nach Presidio, haben wir gar nicht gerechnet. Dei Strecke war traumhaft schön, teilweise waren Steigungen bzw. Gefälle von 15% zu überwinden. Da hatte unser Gespann ganz schön zu „ackern“… Aber langsam kommt man ja auch zum Ziel, und vor allem: sicher. Für die 60 Meilen haben wir rund 3 Stunden gebraucht. Man kann sich auch mehr Zeit nehmen, denn ca. alle 500 m könnte man sein Fahrzeug anhalten, vor Begeisterung den Fotoapparat hochreißen und weitere Fotos machen.

Besonders gut war, dass Biggi und Klaus zum Teil vorgefahren sind. So konnten sie unsere Fahrt fotografieren oder filmen. Die Biggi hat verschiedene Video-Filme von dieser Fahrt gemacht, die ich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt ins Netz stellen werde. Das sind Aufnahmen, die wir selbst nicht oder nur mit großem Aufwand machen können. Daher an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Biggi und Klaus. 

Die gesamte Strecke bis nach Fabens (kurz vor El Paso) betrug 449 km. Zieht man die rund 100 km ab, die wir von Lajitas nach Presidio gefahren sind, verbleiben etwa 350 km. Diese 350 km waren von der Landschaft her einerseits total langweilig, nur Wüste und Steppe, andererseits für unsere Augen schon interessant, weil so weite flache Landschaften, die bis zum Horizont ragen, haben wir noch nicht gesehen…und auch noch keine Tornados…


Unser nächster Übernachtungs-Stopp war gestern in der Nähe von Fabens, auf der Indian Cliffs Ranch. Auf dieser – noch bewirtschafteten – Ranch befindet sich das Cattlemans-Steakhouse, ein Restaurant, das zu den 10 besten von Texas gehört und für seine Steaks überregional bekannt ist. 

Aber es gibt nicht nur das Steakhaus. Ein Zoo mit vielen unterschiedlichen Tieren – vom Kaninchen über die Klapperschlange bis zum Buffalo-Rind – kann kostenlos besichtigt werden.

Das gesamte Anwesen gehört einem Deutschen. Hier die Kurzfassung: ein Deutscher hat geschäftlich mit dem Transport von Gütern nach Texas zu tun, besucht Texas und verliert sein Herz an diesen Bundesstaat. Er kauft ein großes Gelände in der Wüste und baut Pferdeställe und bietet Ausritte an. Danach wurde den Reitern und Besucher Getränke angeboten, später dann auch gegrillte Steaks und dann wurde – weil die Qualität stimmte – eines der besten Restaurants draus. Und weil die Gegend sich für Szenen in Hollywood-Filmen eignet, wurden hier viele Spielfilme mit ganz bekannten Schauspielern gedreht.

Auf dem Parkplatz vor dem Restaurant darf man als Restaurantbesucher in seinem Wohnmobil kostenlos übernachten. In der Zwischenzeit hat sich auch die Zeitzone geändert. Wir haben nun „Moutain-Time“ und die Differenz beträgt nun 7 Stunden zu Deutschland.

 

 

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