Yellowstone Nationalpark (YNP) Teil 1 (Part1)

Der Yellowstone-Nationalpark (YNP) erweckt den Besuchern aus aller Welt Ehrfurcht. Er ist mit dem Grand Canyon und dem Yosemite der bekannteste Nationalpark (NP) der USA, und auch der erste NP der Welt. Darüber hinaus verzeichnet er die größte Besucherzahl.

Über das, was wir an den 4 Tagen im YNP erlebt haben, könnten wir Bücher schreiben… Außerdem: 4 Tage kein Internet, kein Radio, kein Fernsehen… 🙂

Für uns ist der YNP vor allem:

  • Traumhafte Natur
  • Unbeschreibliche Geysire
  • Fantastische Tierwelt

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Der YNP liegt auf einem Hochplateau von 1.900 bis 2.600 m mitten in den Rocky Mountains, malerisch eingerahmt von bis zu 3.400 m hohen Bergen, die in den nächsten Nächten mit Schnee betreut werden.

Neuseeland und Island mögen für ihre Geysire berühmt sein, jedoch gibt es nirgendwo so viele wie in Yellowstone. Fast überall raucht es, zischt es oder es wird warmes Wasser ausgespuckt. Mal größere und mal kleinere Fontänen. Es gibt Stellen, wo blau-grauer oder roter Schlamm blubbert, durch aufsteigende Gase verursacht.

Der Old Faithful Geysir ist der bekannteste Geysir. Er sprüht etwa alle 90 Minuten eine Fontäne von bis zu ca. 60 m aus. Das Wasser kommt aus einer Tiefe von rund 1.000 m und ist 93 Grad C heiß.

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Wir waren noch keine 5 Minuten vor Ort am Old Faithful, da ging es auch schon los. Einige tausend Besucher drängten sich am Rand – zum Teil auf Tribünen – um dieses Naturschauspiel zu erleben. Da wir jedoch ziemlich niedrige Temperaturen haben – es sind zur Zeit tagsüber zwischen minus 1 Grad C und plus 5 Grad C – steigt starker Dampf auf und man sieht fast nur noch „Nebelschwaden“.

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Der Old Faithful ist aber nicht der Geysir mit der höchsten Fontäne im Park. Am 03. September 2014 – gerade mal vor etwa einer Woche – übertraf der Steamboat Geyser mit über 300 Fuß, das sind ca. 91 m, den Old Faithful Geysir beträchtlich. Der nächste Ausbruch einer solch hohen Fontäne wird zwischen 4 Tagen und 50 Jahren erwartet. So lange wollten wir dann doch nicht warten 🙂

Wir sind auf dem Campground „Madison“, ein schön angelegter Campground mit großzügigen Freiflächen in einem Waldgebiet, jedoch ohne jegliche Versorgung. Also kein Wasser, kein Strom und auch kein Internet am Stellplatz. Daher müssen wir am Abend und in der Nacht die Gas-Heizung in Betrieb nehmen. Und auch morgens. Tagsüber sind wir ja unterwegs. Es ist das erste Mal, dass wir nachts die Heizung benötigen, ohne über eine 110-Volt-Stromversorgung zu verfügen (Amerikanischer Haushaltsstrom hat eine Wechselspannung von 110-115 Volt). Der Strom für Lüfter und Beleuchtung wird aus den Aufbaubatterien genommen. Und die verfügen ja nur über eine begrenzte Kapazität.

Aber auch in der 2. Nacht hat die Heizung tadellos funktioniert. Da musste sie sogar mehr leisten, weil die Temperatur auf minus 2 Grad C zurück ging. Die für die Nacht vorher gesagten minus 11 Grad C (siehe Foto unten: 25 Grad Fahrenheit = rund minus 11 Grad Celsius) sind gottlob nicht eingetroffen. Wetterfrösche irren sich scheinbar auch in USA…

Da wir hunderte Bilder „geschossen“ haben, bringen wir hier nur eine kleine Auswahl:

 

 

Die Strecke von West-Yellowstone bis zum Madison-Campground war 25 km lang:


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