Yellowstone Nationalpark (YNP) Teil 2 (Part 2)

Es gibt im YNP und in der Umgebung den größten Bestand an Wildtieren in den USA. Das mächtigste Raubtier ist der Grizzlybär, ein unumschränkter Herrscher in allen waldreichen Gebirgen des Westens. Einen Grizzly haben wir zwar – leider – noch nicht gesehen, dafür aber Büffel. Zunächst keine Herden, sondern nur vereinzelte Exemplare. Einer davon trottelte ganz seelenruhig am Straßenrand zur nächsten Graslandschaft.

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Heute, am 12.09.2014, sind wir umgezogen zum Campground „Fishing Bridge“. Die gefahrene Strecke heute: 67 km:


Dieser Campground liegt auf ca. 2.400 Höhenmeter und bietet wieder „Full hook up“, also Wasser, Abwasser und Strom, aber leider kein Internet.

Auf dem Weg dahin konnten wir diesmal verschiedene Büffel-Herden sehen, jeweils ca. 100 an der Zahl. Ebenso sahen wir einen Kojote. Übrigens: Manche sagen zu den Büffeln auch Bisons

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Auf dem Yellowstone Lake machten wir eine Bootsfahrt und hatten von dort eine besondere Sicht auf die Schnee bedeckten Berge. Wir konnten auch auf den „Nachbar-Nationoalpark“ Grand Teton Nationalpark bzw. dessen höchsten Berg sehen, der Grand Teton genannt wird und 4.198 m hoch ist

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Zum Schluss der Bootsfahrt entdeckten wir noch einen Weißkopfadler in den Bäumen sitzen. Die Rangerin erklärte uns, dass es rund 150 Grizzlys gibt, aber nur 23 Adlerpaare. Wir hatten also heute wieder besonderes Glück…

Der YNP ist ein Musterbeispiel für die enormen Kräfte, die unter der Erdoberfläche wirken. So zischt, sprudelt und dampft es aus mehr als 200 Geysiren und 10.000 heißen Quellen und Schlammlöchern. Und das pausenlos. Eigentlich ist der YNP eine tickende Zeitbombe. Alle Wissenschaftler sind sich einig, dass es irgendwann einen Vulkan-Ausbruch mit verheerenden Folgen gibt. Nur wann???

Der Vulkan-Krater, der sich beim letzten Ausbruch vor 640.000 Jahren gebildet hat, ist riesengroß. Er hat die Ausmaße von ca. 60 mal 60 km…

Ein gutes Beispiel dafür, dass die Erde lebt, ist der „Mud Volcano“. Die folgenden zwei Videos haben wir dort aufgenommen:

Danach haben wir noch einen Stopp bei einer Stromschnelle am Yellowstone River eingelegt. Im Juni und Juli springt dort alle 10 bis 15 Sekunden eine Forelle hoch, die schafft es zwischen 90 cm und 120 cm hoch zu springen, um die Stromschnelle flussaufwärts zu überwinden. Hier ein Foto, nicht von uns aufgenommen, aber es zeigt, wie die Forellen springen:

Cutthroat Trout leaping at LeHardy Rapids; Harlan Kredit; 1976

Die Forellen wollen im nahe gelegenen Yellowstone Lake laichen, also ihre Eier ablegen. Wir vermuten, dass dann sich dort auch Bären einfinden. Denn so eine Forelle ist doch für einen Bär ein Leckerbissen.

Am späten Nachmittag haben wir uns mit Ursula und Olaf in der Lake Lodge zum Abendessen eingefunden. Von dort konnten wir nochmals den herrlichen Blick auf die Bergwelt der Rocky´s genießen.

Zum Schluss des Tages noch ein Hinweis, wie man sich verhalten soll, wenn man auf einen Grizzly trifft. Hier die Empfehlung der Parkverwaltung:

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Übersetzt heißt das:

* Trifft man auf einen Bär, soll man langsam zurück gehen.
* Spricht – also brüllt – der Bär dich an, dann soll man stehen bleiben und den „Bären-Spray“ benutzen
* wenn der Bär dich berührt, dann auf den Bauch legen und „Tod“ spielen
*wenn der Bär dich verfolgt und angreift, dann kämpfe….

Jau, so einfach ist das…. 🙂

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